Die Jury

... zum Schreibwettbewerb "GreenFiction 2015"

Monika Geier

© Peter Klar

Monika Geier, geboren 1970 in Ludwigshafen, ist Diplom-Ingenieurin für Architektur, Mutter von drei Söhnen und lebt als freie Autorin in Thaleischweiler-Fröschen. Für ihr Krimidebüt Wie könnt ihr schlafen (1999) erhielt sie den Krimipreis "Marlowe" der Raymond-Chandler-Gesellschaft. Seither sind von ihr im Argument-Verlag erschienen Neapel sehen (2001), Stein sei ewig (2003), Schwarzwild (2007), Die Herzen aller Mädchen (2009) und Müllers Morde (2011).

Darauf werde ich bei der Bewertung der Exposés besonders achten:
Bei der Bewertung der Exposés werde ich besonders darauf achten, ob die Sprache einen gewissen Sound hat und ob sie zu der Idee der Geschichte passt.

Mein persönlicher Tipp an die Teilnehmerinnen:
Schreib über das, was in deinem Leben passiert!

Helene Hillebrandt

© Felix Matthies

Helene Hillebrandt studierte in München Germanistik und Skandinavistik und hat schon im Studium ihren Schwerpunkt auf die Kinderliteratur gelegt. Nach einigen Jahren in Hamburg lebt sie nun in Würzburg und arbeitet als Lektorin für Kinder- und Jugendbücher im Arena Verlag.

Darauf werde ich bei der Bewertung der Exposés besonders achten:
Natürlich muss mich das Exposé packen und neugierig machen. Der Plot sollte gut durchdacht und das Umweltthema in eine überzeugende Geschichte eingebettet sein. Wichtig ist auch, dass die Charaktere natürlich und lebendig wirken.

Mein persönlicher Tipp:
Schreibt über ein Umweltthema, das euch am Herzen liegt – man wird es der Geschichte anmerken, wenn ihr mit Feuereifer dabei seid. Dazu gehört selbstverständlich eine gute Recherche. Versucht bei euren Protagonisten Klischees zu vermeiden und achtet darauf, eure Figuren so reden und denken zu lassen, wie Leute auch in Wirklichkeit sprechen – manchmal hilft es schon, mit wachsamen Ohren den Menschen in eurem Umfeld zu lauschen.

Elisa Hollerweger

© Christo Hatzigiakoumis

Elisa Hollerweger hat von 2000-2002 Germanistik/Allgemeine Linguistik an der Universität Passau studiert und 2004 an der Universität Freiburg zum Thema "Liebeswünsche und Lebensängste" promoviert. Nach Tätigkeiten als Mentorin an der FernUniversität Hagen sowie als freie Lektorin arbeitet sie seit 2007 als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Siegen. Dort hat sie 2012 unter der Leitung von Prof. Dr. Berbeli Wanning die Forschungsstelle Kulturökologie und Literaturdidaktik mitbegründet und ist seither an Lehrangebot, Koordination und Vernetzung beteiligt. Nebenher hat sie Weiterbildungen zur Bildungsreferentin für nachhaltige Entwicklung sowie zur Umweltmanagerin absolviert. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen methodisch im Bereich Kulturökologie sowie Intermedialitätsforschung und gegenstandsbezogen im Bereich neuerer/neuester deutscher Literatur sowie Kinder-/Jugendliteratur.

Darauf werde ich bei der Bewertung der Exposés besonders achten:
In den Exposes sollte der Sog der Geschichte direkt spürbar werden. Dies kann je nach Plot mit ganz unterschiedlichen erzählerischen Mitteln erreicht werden, sodass Handlung und Darstellung sich idealerweise gegenseitig ergänzen. Gerade im Bereich der "Umweltliteratur" besteht die besondere Herausforderung darin, klischeeisierte Muster zu durchbrechen und innovative Wege zu gehen. Wenn diese bereits im Expose erkennbar sind, müssen sie unbedingt weiter beschritten werden.

Mein persönlicher Tipp an die Teilnehmerinnen:
Literatur verstehe ich als Probebühne, auf der auch Natur und Umwelt sowie die damit verbundenen Themen- und Problemfelder immer wieder neu verhandelt werden können. Dementsprechend möchte ich die Autorinnen und Autoren dazu motivieren, überzeugende Figuren zu konzipieren und spannende Erfahrungsräume zu eröffnen und auszugestalten.

Oliver Leismann

© Ralph Man

Oliver Leismann gründete 2014 die "Stiftung Die reale Welt". Die gemeinnützige Gesellschaft veröffentlicht unter www.die-reale-welt.de werbefreie, optimistische Nachrichten zu nachhaltigen Themen. 2014 wurde das junge Team vom Grimme-Institut und der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW mit einem Nachhaltigkeits-Preis ausgezeichnet.
Oliver Leismann gab als Schüler seine eigene Schülerzeitung heraus, engagierte sich später ehrenamtlich in der Jugendpresse, studierte Medienwirtschaft in Bielefeld, verkaufte vor seinem 30. Lebensjahr sein erstes Unternehmen an einen Konzern und führt heute seine eigene mittelständische Werbeagentur in Münster.

Darauf werde ich bei der Bewertung der Exposés besonders achten:
Der Inhalt sollte so anregend dargestellt sein, dass der/die Leser/in sich weiter mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Dies ist beispielsweise mit einem offenen Ende zu erreichen: Der/die Leser/in wird in das Geschehen einbezogen und zum Mitdenken angeregt. Ein aktueller Bezug rundet für mich ein tolles Exposé ab und verleiht ihm eine Realitätsnähe.

Mein persönlicher Tipp
Formt euren persönlichen Stil und bleibt diesem treu. Schreibt über ein Thema für das ihr brennt und überzeugt eure Leser*innen mit überraschenden, erfrischenden und nachhaltigen Themen - verpackt in einer kreativen Geschichte!

Ulla Lessmann

© Michael Haus

Ulla Lessmann ist Diplom-Volkswirtin und ausgebildete Journalistin, arbeitet als freie Schriftstellerin, Moderatorin und Journalistin. Seit über 30 Jahren veröffentlicht sie Kriminalromane, Kurzkrimis, Erzählungen, Satiren und Gedichte u.a. im Fischer-Taschenbuchverlag, bei Ullstein, Scherz, Emons und Leporello. Sie gewann den EMMA-Journalistinnenpreis für Glossen und den Preis zur Förderung satirischer Literatur der Stadt Herne, für ihr Lebenswerk erhielt sie das Stipendium "Kurgastdichterin" in Lage/Hörste, außerdem gewann sie das Krimi-Schreib-Stipendium "Tatort Töwerland" auf Juist und wurde sowohl für den Kärntner als auch den Krefelder Kurzkrimipreis nominiert. Sie ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller/innen (dessen Kölner Vorsitzende 1995-2003), in der Krimi-Autor/innenvereinigung "Das Syndikat" und im Krimiautorinnen-Netzwerk "Mörderische Schwestern"® (dessen Präsidentin von 2007 bis 2010). 2009 war sie Mitglied der Jury für den Friedrich-Glauser-Preis für Kurzgeschichten. Zuletzt erschienen u.a.: "Das Lachsmesser im Marzipanschwein", Kriminalgeschichten, Leporello, 2010; gemeinsam mit Ina Coelen und Martina K. Schneiders "Bis zum letzten Löffel"/ Kurzkrimis mit Rezept, Leporello 2011; "Das Saftglas" und "Das Klassentreffen" in "Mütter und andere Katastrophen", Leporello 2012; "Nicole s Passion" in "Waschen, Föhnen, Umlegen", Leporello 2012. Risse im Balkon/Nachrichten vom Wahnsinn des Alltags", Kurzprosa, ViaTerra 2013; "Die Entsorgung" in "todf&tofu", kbv 2014. Die Autorin lebt in Köln.

Darauf werde ich bei der Bewertung der Exposés besonders achten:
Verspricht die Geschichte, interessant und spannend zu werden? Werden Personen vorgestellt, mit denen man mitfiebern, mitleiden, mitgehen möchte? Macht der Autor/die Autorin auf mich den Eindruck, dass er/sie sich wirklich auf seine/ihre Geschichte einlassen will?

Mein persönlicher Tipp an die Teilnehmer/innen:
Nicht verkrampft originell sein wollen, niemanden nachmachen, keinen Moden folgen - sich selber und seiner Geschichte vertrauen.

Ulrike Peters

Bild: © DBU

Ulrike Peters lebt mit ihrer Familie in Osnabrück und ist dort seit 1997 bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) tätig. Nach ihrem Biologiestudium arbeitete sie zunächst in verschiedenen Projekten, so auch einige Jahre für die Alfred Toepfer Akademie für Naturschutz in der Lüneburger Heide.

Die DBU in Osnabrück ist eine große Umweltstiftung und fördert Projekte, die zum Schutz der Umwelt beitragen, wie zum Bespiel den Schreibwettbewerb "Green Fiction", den Ulrike Peters neben zahlreichen anderen Umweltbildungs- und Kommunikationsprojekten betreut. Sie veröffentlicht keine Krimis, sondern Fach-Publikationen zum Beispiel zur Didaktik von Umweltausstellungen. In ihrem Referat betreut sie Umwelt-Medien-Projekte oder Umweltbildungsprojekte zu technischen oder naturwissenschaftlichen Themen.

Darauf werde ich bei der Bewertung der Exposés besonders achten:
Nach dem Lesen des Exposés möchte ich sehr neugierig sein und gespannt darauf, mehr zu erfahren. Ich werde allerdings besonders auf das gewählte Umweltthema achten, denn um ein Umweltthema muss es hier gehen. Umweltthemen gibt es fast unüberschaubar viele: die Energiewende, der Klimawandel, Tiere und Pflanzen, umweltfreundliche oder umweltbelastende Produkte, unsere Lebensweise, eine schnell wachsende Umweltwirtschaft und natürlich Zukunftsfragen: Wie werden in Zukunft acht, neun oder mehr Milliarden Menschen auf der Erde sich ernähren, kleiden, zur Schule gehen, wohnen, mobil sein oder arbeiten? Oft geht es um Geld, es gibt also Gewinner und Verlierer, Helden und Schurken, Verantwortungsbewusste und Gleichgültige. Genug um spannende Ideen für "Green Fiction" zu liefern. 

Mein persönlicher Tipp an die Teilnehmerinnen:
Lasst euch von der Wirklichkeit inspirieren!

Alle Infos zum Wettbewerb

 
 

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Frau mit Schüssel und Lampe als Hut
 
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