Überarbeiten ist angesagt!

Vom Unterschied zwischen einer veröffentlichten und einer unveröffentlichten Autorin

*Macht es Sinn, sich an Wettbewerben zu beteiligen?*
Wie ich schon weiter oben gesagt habe, JAAAAAAHHH!

*Sollte man einfach ungefragt Manuskripte an Verlage schicken? Und wenn ja, an wen?*
Man schickt nicht EINFACH Manuskripte an Verlage. Man überlegt bitte vorher genau, in welchen Verlag das Manuskript passen könnte, dann findet man heraus, wer der zuständige Lektor ist, indem man im Verlag anruft und dann schreibt man ein wunderbar kurzes Anschreiben an genau diesen Lektor und legt ein Exposé bei und eine Leseprobe. Sauber ausgedruckt auf weißem Papier, ohne Lillifee-Aufkleber etc. Man macht klar, dass man das ganze Manuskript schon geschrieben hat und sofort nachschicken kann, wenn die Leseprobe gefällt.

*Wenn ein Manuskript nirgendwo angenommen wird, sollte man es dann irgendwo gegen Geld veröffentlichen lassen? Oder ruiniert das den Ruf?*
Darüber gibt es verschiedene Meinungen. Wenn man ein Buch zu einem Spezialthema geschrieben hat und keinen Verlag findet, dann könnte man überlegen, ob man sich für ein Book on Demand entscheidet, ein BoD –Buch, da entstehen nur die Kosten, die der Druck oder ein Lektorat/Covergestaltung/ISBN Nummer kosten. Das ist seriös und absolut akzeptabel, wenn man sein Manuskript gedruckt sehen möchte. Aber man hat natürlich keinen Vertriebsweg, d.h. das Buch kommt nicht in den Handel und ist dann nur bei amazon etc. gelistet.

Aber man sollte NIEMALS Geld für einen Verlag bezahlen, damit er ein Buch druckt, das sind oft Wuchersummen, und es bricht mir das Herz, wenn ich nur daran denke. Ich kenne einen Mann, der hat alle seine Ersparnisse in den Rachen eines solchen Verlages geworfen, nur weil er seine Lebensgeschichte unbedingt gedruckt sehen wollte, soviel Geld, dass für die Beerdingung seiner Frau dann nix mehr da war. Jetzt sitzt er mit 500 Büchern allein zuhause...

Also, wenn man eine Geschichte immer wieder zurückbekommt, dann Mädels, und das ist hart, ja ich klinge wie eine miese Deutschlehrerin, aber da müsst ihr in den sauren Apfel beißen und es ÜBERARBEITEN, wieder und wieder und wieder!! Ich glaube, das ist es, was eine veröffentliche Autorin von einer unveröffentlichten unterscheidet, nur das dranbleiben und überarbeiten. Idee haben viele, aber dranbleiben, das ist das gemein schwere!

Ein wirklicher Supertipp zu diesem ganzen Thema ist das Buch von Sylvia Englert: „Wie finde ich einen Verlag für mein Manuskript,“ Campus Verlag, da findet ihr alle wichtigen seriösen Infos.

*Vielen Dank für das Interview*

Besuche auch die Website der Autorin

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Autorin / Autor: Beatrix Mannel, die Lizzys - Stand: 2. Juli 2008