Talent, Ehrgeiz, Ausdauer...

Ein Interview mit Jenny Mai Nuyen

Jenny Mai Nuyen
Foto: Isabelle Grubert

Jenny-Mai Nuyen wurde 1988 als Tochter deutsch-vietnamesischer Eltern in München geboren. Geschichten schreibt sie, seit sie fünf ist, und mit dreizehn verfasste sie ihren ersten Roman. „Nijura – Das Erbe der Elfenkrone“ hat sie mit sechzehn Jahren begonnen. Jenny-Mai Nuyen studiert Film an der New York University und arbeitet bereits an ihrem nächsten großen Roman. Und für alle, die jetzt vor Bewunderung erstarren, vor Neid erblassen oder nur ungläubig den Kopf schütteln, haben wir Jenny Mai Nuyen mal ein bisschen ausgefragt...

Wie fühlt es sich an, so jung schon einen solchen Erfolg feiern zu dürfen?
Ich glaube, wenn man sich einen großen Traum erfüllen konnte, dann ist das Alter nicht so wichtig – man ist einfach glücklich! Als ich erfuhr, dass meine Romane veröffentlicht werden sollten, bin ich quer durch die Empfangshalle von Random House gehüpft. Dasselbe hätte ich wahrscheinlich auch noch mit dreißig getan.

Bist du selbst von deinem Erfolg überrascht? Oder wusstest du schon immer, dass daraus mal was wird?
Kurz bevor „Nijura“ veröffentlicht wurde, war ich fest überzeugt, dass es wie ein Stein untergehen würde. Ich habe mich auf das Schlimmste gefasst gemacht und mir gesagt: „Immer nach vorne blicken! Mach es nächstes Mal besser.“ Dass „Nijura“ jetzt doch so viele Leser findet, hat mich wirklich überrascht.

Nervt das, wenn man immer auf sein Alter angesprochen wird?
Wenn es nach mir ginge, würde niemand wissen, wie alt ich bin, denn meistens sind die Leute aufgrund meiner Jugend eher skeptisch und „Nijura“ hat mit dem einen oder anderen Vorurteil zu kämpfen. Sollte mir andererseits etwas „geschenkt“ werden, weil man von einer Achtzehnjährigen ohnehin nicht viel erwartet, finde ich das umso schlimmer.

Setzt dich das unter Druck, dass man vielleicht von dir erwartet, dass du dich noch steigerst, weil du ja noch so jung bist?
In dieser Hinsicht setze ich mich selbst wohl am meisten unter Druck – ich möchte es immer besser machen als vorher! Mit jedem Buch lerne ich ein bisschen mehr übers Geschichtenerzählen, über das, was bei mir gut klappt und das, woran ich noch feilen muss… Solange man bereit ist, zu lernen und sich zu entwickeln, wird man sich auch verbessern.

Wie muss man sich das Schreiben bei Dir vorstellen? Stundenlanges Feilen an einzelnen Formulierungen oder ein Heraussprudeln der Sätze?
Wenn ich in einer Geschichte stecke, sprudelt alles heraus und die tippenden Finger versuchen mit den Bildern und Gedanken mitzukommen, die mir durch den Kopf ziehen. Das merke ich dann auch, wenn ich meine Texte überarbeite – dann muss ich aus dem riesigen Felsblock an Details und Beschreibungen erst eine Form herausmeißeln… die Überarbeitungen sind die wahre Arbeit, das Schreiben ist der Spaß.

Gefallen die bei deinen Texten die Passagen am besten, die dir leicht oder schwer von der Hand gingen?
Natürlich die, die leicht von der Hand gehen. Wenn ich motiviert bin, wenn mir jemand sagt, dass ihm meine Geschichte gefallen hat, und wenn mir selbst gefällt, was gerade in der Geschichte vor sich geht, dann geht das Schreiben runter wie Butter.

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Autorin / Autor: Jenny Mai Nuyen / Redaktion - Stand: 5. Dezember 2006
 
 

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