Zwischen-zwei-Fenstern

Autorin: Dianne Touchell
übersetzt von Birgit Schmitz
ab 14 Jahren

Buchcover

In dem Buch „Zwischen zwei Fenstern“ von der australischen Autorin Dianne Touchell geht es um einen Jungen und ein Mädchen, Creepy und seine Maud, die sich gegenseitig Zettel ans Fenster hängen, um sich zu unterhalten.
Creepy hat Eltern, die sich ständig streiten, ist in der Schule ein Außenseiter und hat sich unsterblich in das Mädchen von gegenüber verliebt, das er durchs Fenster seither spannt. Dieses Mädchen, welches er nur Maud nennt, hat einige psychische Probleme und ist in Therapie, weil es sich alle Haare ausreißt. Sie hängen sich Botschaften ins Fenster, weswegen das Buch auch „Zwischen zwei Fenstern“ heißt.

Das Buch hat einen total tollen, sehr poetischen Klappentext, der mich ehr neugierig darauf gemacht hat. Leider wurde ich enttäuscht. Mit den beiden Hauptcharakteren kam ich gar  nicht klar, sie waren unsympathisch und unnahbar! Zumal hat mich die Angewohnheit des Mädchens, sich die Haare auszureißen, abgeschreckt. Der Junge war einfach nur ein Spanner, der die ganze Zeit am Fenster hängt, sich aber nie wirklich mit seiner Nachbarin unterhält. Für mich gab es keinen Hauptstrang der Geschichte, nichts Greifbares und eine wirkliche Liebesgeschichte gab es auch nicht. Creepy erzählt nur, wie sehr er Maud liebt, mehr passiert nicht. Das Ganze hat sich einfach unheimlich in die Länge gezogen und das offene Ende hat dazu beigetragen, dass das Buch sich einfach nur wie eine schier endlose Kurzgeschichte angefühlt hat.

Es gab (für mich) nichts besonders tiefgründiges oder poetisches, obwohl ich mir vorstellen könnte, dass man, wenn man das Buch als Schullektüre lesen würde, auch noch etwas besonders pädagogisch Wertvolles herausziehen könnte.
Zwei Pluspunkte bekommt der Roman wegen seinem sonderbaren, aber dennoch schönen Schreibstil, der mir das Lesen einigermaßen erträglich gemacht hat und der tollen Idee wegen, aus der man hätte so viel machen können.

Zusammengefasst ist das Buch absolut keine Leseempfehlung, schlechte Hauptcharaktere, eine ungreifbare Liebesgeschichte und ein nicht vorhandener Hauptstrang zeichnen diese Lektüre aus.

Erschienen bei Königskinder

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Autorin / Autor: loveatheltics - Stand: 22. Dezember 2014