Zwei in einem Zelt

Autorin: Annette Roeder

Buchcover Zwei in einem Zelt

Jahrelang betete Leo Winter die schöne Leah an, seit dem Tag in der 7. Klasse, als er ihr das erste Mal im Schulbus begegnete. Er schrieb ihr unzählige Sonette und schmachtete sie aus der Ferne an. Trotz all der Hoffnungen kam er nie auf die Idee, dass sie ihn jemals wahrnehmen würde.

Doch da hatte er sich geirrt, auf einer Party waren sie sich näher gekommen und waren nun ein Paar! Da zögert Leo natürlich nicht lange, als Leah ihn prompt nach der Party auffordert, Zelten zu fahren. Leo packt Zelt, Kerzen und alles, was er sonst noch so für eine romantische Woche an der italienischen Adria braucht, ins Auto und holt seine Leah ab.

Leider hat er auch noch seine kleine Schwester Nele und seine Großtante Nanni im Schlepptau, was auch Leah erst einmal missfällt. Doch davon wollen sich die beiden den Spaß, und vor allem auch ihre erste gemeinsame Nacht nicht verderben lassen.
Auf dem Campingplatz angekommen kann Leo, der Romantiker schlechthin, seine ausgetüftelten Pläne unglücklicherweise auch nicht so entfalten, wie er sich das vorgestellt hat. Ständig kommen ihm Dinge dazwischen oder versperren ihm den Weg. Sei es die Zeltnachbarin Vroni, die ihn bittet auf ihre Kinder aufzupassen; Nele, die sich weigert etwas anderes als Königsberger Klopse zu essen oder Otello, der Chef der Strandbar, der sich ungeniert an Leah ranmacht, welche seine Avancen auch nicht unbedingt ablehnt. Generell entpuppt sich Leah als ziemlich feierwütiger und offener Mensch. Eigentlich ist sie das komplette Gegenteil von Leo.

Zudem ist da auch noch Civetta, die Enkelin des Campingplatzbesitzers. Sie bastelt aus vielen verschiedenen Gedichten neue zusammen; hilft Leo wo immer sie kann und hat irgendwie etwas Besonderes an sich, was Leo einfach nicht loslässt.
Alles in allem stellt sich der Urlaub auf dem Campingplatz für alle Beteiligten als turbulentes Erlebnis raus, bei dem jede Menge passiert. 

Meine Meinung:
Meine Meinung zu diesem Buch ist zwiegespalten. Anfangs dachte ich die Geschichte wäre sehr flach, doch das stimmt nicht. An einigen Stellen wird die Geschichte schon etwas tiefgründiger, vor allem gegen Ende. Doch die „Art“ des Tiefgangs wirkt auf mich irgendwie gezwungen und zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Die Geschichte wirkt zudem an manchen Punkten zusammengebastelt, wobei die einzelnen Elemente nicht hundertprozentig zusammenpassen. Man könnte sagen, dass die Handlung für mich nicht stimmig ist.

An für sich handelt es sich aber um eine nette und auch witzige Geschichte, die perfekt für den Sommerurlaub ist und wie ich einigen Rezensionen entnehmen konnte, gefällt sie auch wirklich vielen. Außerdem sind auch immer mal wieder witzige Anmerkungen von Tante Nanni oder Leo selbst eingebunden, was Abwechslung reinbringt.

Da mir persönlich aber auch der Schreibstil der Autorin und ihre Wortwahl nicht so sehr gefallen haben, würde ich das Buch nicht weiterempfehlen. Ich glaube jedoch, dass das größtenteils an meinem Buchgeschmack liegt. 
Erwähnenswert finde ich allerdings das „Bonusmaterial“ ab Seite 215. Diese Idee gefällt mir sehr gut und die Art der Aufmachung finde ich süß, auch weil es ziemlich detailverliebt gestaltet ist. 
Alles in allem eine nette Sommergeschichte, die meinen persönlichen Geschmack jedoch leider nicht ganz trifft.

Erschienen bei Sauerländer

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Autorin / Autor: lilly1996 - Stand: 10. Juni 2014