Zu schön, um tot zu sein

Autor: Simon Mason
übersetzt von Karsten Singelmann

Buchcover

Garvie Smith ist 16 Jahre alt, hochintelligent, faul und gelangweilt. Der Junge hat einen unglaublich hohen IQ, schreibt aber dennoch schlechte Noten in der Schule. Er ist von der Schule und auch von seinem Leben gelangweilt und erscheint dem Leser etwas arrogant zu sein.

Das alles ändert sich, als man aus einem Teich die Leiche eines schönen Mädchens fischt. Scheinbar wurde sie ermordet, doch die ermittelnden Beamten tappen bei der Aufklärung des Falles lange im Dunkeln. Garvie schaltet sich ein und übernimmt private Ermittlungen und ist bald dem zuständigen Detective Inspector immer einen Schritt voraus.
Ich muss zugeben, dass ich Garvie anfangs gar nicht mochte. Seine Arroganz und überhebliches Verhalten machten es mir schwer, ihn sympathisch zu finden. Aber im Laufe der Geschichte hat er sich entwickelt und zeigte auch mal menschliche Seiten wie Mitgefühl. Gegen Ende der Geschichte war Garvie für mich ein anderer; er hat sich weiterentwickelt. Das war hier sehr schön mitzuverfolgen.

Auch den ermittelnden Detective Inspector mochte ich. Er hatte eine ganz eigene Art; er war ein bisschen kauzig, was ihn originell und authentisch wirken ließ.
Die eigentliche Geschichte an sich hat mich mehr an einen „echten“ Thriller denken lassen. Zumeist sind Jugendthriller ja durchaus spannend, aber man merkt ihnen halt an, dass sie für junge Leser geschrieben wurden. Das habe ich bei diesem Buch ganz anders erlebt. Er ging schon fast in Richtung Erwachsenenthriller, auch wenn halt der Ermittler hier ein 16-jähriger Junge war.

Der Schreibstil des Autors ist leicht, einfach und einem Jugendbuch durchaus angemessen, trotzdem aber auch sehr fesselnd. Die Geschichte ist durchweg spannend; keine einzige Buchseite war für mich langweilig. Auch gibt es in der Geschichte immer wieder überraschende Wendungen. Gerade denkt man, man hat den Fall durchschaut, da gibt es neue Erkenntnisse, die alles wieder umwerfen. So muss für mich ein Thriller sein!

Die Parallelen zu Sherlock Holmes sind klar erkennbar. Garvie ist genau so ein hochintelligenter, aber auch einzigartiger Charakter wie Holmes. Es wäre schön, wenn es weitere Fälle zum Lösen für ihn geben würde! Ob das Buch der Auftakt einer Krimireihe ist, weiß ich leider nicht, aber ich würde es mir wünschen!

Ein empfehlenswertes Buch für alle, die gerne spannende Lektüre lesen!

Erschienen bei Sauerländer

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Autorin / Autor: adelina - Stand: 14. Oktober 2014