Wünsche sind für Versager

Autorin: Sally Nicholls
übersetzt von Beate Schäfer
ab 13 Jahren

Wie kann einen jemand mögen, wenn man nur bösartig und unberechenbar ist? Wenn man unkontrollierte Wutanfälle bekommt und dann andere in Gefahr bringt? Wenn einen seine eigene Angst beherrscht? Diese Fragen bestimmen das Leben der 9-jährigen Olivia Glass, die von Pflegefamilie zu Pflegefamilie geschickt wurde, einige Zeit in einem Heim verbrachte und bis jetzt scheinbar nur enttäuscht wurde.

Als sie zu ihrer 16. Pflegefamilie, den Iveys, kommt, weiß sie, dass sie nicht lange bleiben wird. Bis jetzt wurde sie früher oder später immer weggeschickt, egal wie lieb ihre neue Familie zuerst schien. Olivia ist eben ein Monster, das nirgends hingehört.

Doch langsam findet sie heraus, dass es bei den Iveys sogar richtig schön sein könnte. Hier hat sie nette Geschwister, die mit ihr spielen und auch Jim, ihr Vater, ist eigentlich in Ordnung. Doch das Haus, in dem sie wohnt und ein Bild einer viktorianischen Kindermörderin, das hier hängt, jagen ihr so große Angst ein, dass Olivia immer schlimmer ausrastet, sich nicht sicher fühlt und von Panikattacken gequält wird. Hin- und hergerissen zwischen neugefundener Geborgenheit im Umfeld einer Familie und schrecklichen Flashbacks an ihre Vergangenheit, versucht das Mädchen eine Lösung zu finden.

„Wünsche sind für Versager“ wurde von Sally Nicholls verfasst und ist in viele kurze Kapitel gegliedert. Immer wieder erfährt der Leser von den früheren Familien, in denen Olivia schon war und ihrer Erfahrungen dort. Parallel dazu entwickelt sich die Geschichte bei den Iveys. Durch die vielen Details, die man aus Olivias schwerer Vergangenheit erfährt, kann man ihr Denken und Handeln sehr gut nachvollzeihen. Und obwohl Olivia sich oft richtig böse, unfair und schlecht benimmt, schließt man sie als Leser ins Herz wegen dem, was ihr schon alles widerfahren ist.

Auch die Entwicklung, die das Mädchen macht, ist sehr gut ausgearbeitet und nachvollziehbar geschildert. Die Sprache, die Sally Nicholls verwendet ist bildhaft und man kann sich die Schauplätze gut vorstellen. Das gelingt Nicholls ohne dabei langatmig zu erzählen.

Alle Charaktere im Roman sind authentisch und so verschieden, wie sie nur sein könnten. Als Leser baut man zu der ganzen Ivey-Familie eine Bindung auf und kann alle Handlungen nachvollziehen.

Einziges Manko ist das Cover des Buches, welches mir absolut nicht gefällt. Man hätte sich hier mehr Mühe geben können.

Ansonsten absolute Leseempfehlung. Ich werde „Wünsche sind für Versager“ noch lange in Erinnerung behalten.

Erschienen bei Hanser Verlag

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Autorin / Autor: sunnygirl007 - Stand: 21. März 2016
 
 
 

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