Wohin meine Flossen mich tragen

Autorin: Kate Gordon
übersetzt von Anne Braun
ab 12 Jahren

Das Buch erzählt die Geschichte von Clementine Darcy. Sie ist 15 Jahre alt, trägt Kleidergröße 42 und gehört nicht zu den beliebten Mädchen aus ihrer Klasse. Soweit hört sich der Inhalt des Buches an wie der vieler anderer auch, aber es ist etwas ganz Besonderes.
Denn Clem möchte, dass alle Menschen in ihrem Umfeld glücklich sind, ihr Bruder, der an Depressionen leidet, ihre Schwester, die immer gestresst ist und nur noch wenig isst, ihre Freundinnen und Eltern. Dabei vergisst sich aber selbst. Sie will allen anderen helfen, aber letztendlich muss sie einsehen, dass sie ihnen nur auf den richtigen Weg helfen kann.
Schon lange kann sie ihren zwei Freundinnen Cleo und Chels nicht mehr alles erzählen, sie hat das Gefühl, nicht mehr gut genug für sie zu sein, dass sie sie verändern wollen und nicht so lieben, wie sie wirklich ist. Aber dann trifft sie Fred und findet ihn sofort sympathisch in seine altmodischen Klamotten. Obwohl ihre Freundinnen sie von ihm wegziehen, weil sie ihn für einen Freak halten, lernen sich die beiden näher kennen und Clementine tritt schließlich sogar dem Verein bei, bei dem er sich schon lange engagiert: Der Steampunk Society. Und endlich fängt sie an herauszufinden, wer sie wirklich ist und sein möchte.

Meine Meinung:
Die Autorin Kate Gordon hat einen flüssigen und fesselnden Schreibstil und so lässt sich das Buch schnell lesen. Einmal angefangen konnte ich es nur schwer wieder zur Seite legen.
Die Geschichte brachte mich zum Schmunzeln, aber auch an den Punkt, an dem ich den Tränen nahe war. Am Ende war ich traurig darüber, dass die Geschichte schon beendet war, aber ich musste trotzdem lächeln, weil das Ende so wunderschön und hoffnungsvoll ist.
Die Charaktere sind allesamt nicht perfekt, sie haben ihre Probleme und genau das macht sie glaubenswürdig und authentisch.
Das Buch besteht aus mehreren Kapiteln, in denen Clementine sich in einem Journal, das sie im Unterricht schreiben soll, an ihre Philosophie-Lehrerin wendet.
Schön fand ich dabei, dass auch einige Gedichte von ihr im Buch vorkamen.
Außerdem ist die Liebesgeschichte zwischen Fred und Clementine herrlich, sie ist nicht kitschig und trotzdem rührend.
Am meisten ins Herz geschlossen habe ich Fred, weil er nicht so ist wie die meisten Jugendliche heutzutage. Ich finde es toll, dass er nicht mit der Menge mitläuft, sondern macht was ihm gefällt und ihn ausmacht: er isst Haferbrei zu Mittag, liest historische Romane und kleidet sich wie die Menschen es im 19. Jahrhundert zu tun gepflegt hatten.
Das Buch macht auf jeden Fall Mut zu sich selbst zu stehen, weckt das Bedürfnis sich selbst zu entdecken und zeigt, wie schön es ist, dass nicht alle Menschen gleich sind.

Erschienen bei cbt Verlag

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    Autorin / Autor: cisciscis - Stand: 25. April 2016
     
     
     

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