Wir sind verbannt

Autorin: Megan Crewe

Ich habe "Wir sind verbannt" von Megan Crewe sehr gerne gelesen. Es geht um das Mädchen Kaelyn, das auf einer Insel lebt. Sie hat sich mit einem guten Freund gestritten, der dann die Insel verlässt. Kurze Zeit später bricht ein Virus auf der Insel aus, und Kaelyn schreibt in Tagebuch- bzw. Briefform über diesen Virus.
Es beginnt ganz harmlos mit einem Kratzen im Hals und Erkältungssymptomen. Doch dann führt der Virus zum Tod, und bald schon dürfen die Insulaner die Insel nicht mehr verlassen.

Kaelyn ist so hautnah an den Geschehnissen dran und schreibt alles auf. So ist der Leser nah dran an ihr und erlebt alles mit, auch ihre Gefühle und Ängste. Das hat mich sehr berührt.
Da Kaelyn nur auf der Insel bleibt, gibt es im Buch keinen Ortswechsel, und da nur Kaelyn erzählt, gibt es auch keinen Perspektivenwechsel. Dennoch ist es immer spannend, und ein roter Faden führt durch das gesamte Buch.

Es ist sehr beklemmend, über diesen Virus und seine Folgen zu lesen, da es so real erscheint. Man hat wirklich den Eindruck und das beklemmende Gefühl, dass so etwas morgen auch bei uns passieren könnte. Ich hatte beim Lesen immer ein mulmiges Gefühl im Bauch und Gänsehaut.

Das Buch ist nicht unbedingt überraschend, aber es ist spannend und beunruhigend. Am Ende des Buches gibt es dann noch einen gemeinen Cliffhanger. Ich würde am liebsten sofort den zweiten Teil lesen.
Wer "ruhige" und spannende Thriller mag, der wird "Wir sind verbannt" bestimmt so gerne lesen wie ich.

Erschienen bei: Fischer KJB

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Autorin / Autor: myrvete - Stand: 22. April 2013