Wie Sterne so golden, Die Luna-Chroniken, Band 3

Autorin: Marissa Meyer
übersetzt von Astrid Becker
ab 12 Jahren

Seit ihrer Kindheit hat Cress die Erde nur aus der Ferne betrachten können. Unter strenger Aufsicht der bösen Königin Levana führt sie in ihrem Satelliten ein wenig abwechslungsreiches Leben. Doch immerhin hat sie sich mit den Jahren zu einer begnadeten Hackerin entwickelt und verschafft sich so Zugang zu Levanas geheimen Plänen. Da taucht plötzlich das Raumschiff von Cinder bei ihr auf, die ihr zur Flucht verhilft. Doch wird sie auf der Erde den Ritter in der glänzenden Rüstung finden, von dem sie immer geträumt hat?

Meine Meinung
Rund 16.000 Tote, das ist das schockierende Resultat aus dem Angriff, den die Lunarer auf die Erde verübt haben. Tote, die laut Cress hätten verhindert werden können, wenn sie nur den Mut gehabt hätte sich gegen ihre Meisterin Sybil zu wehren. Doch stattdessen hat sich Cress wieder einmal ihrem Schicksal ergeben und brav – wie es sich für die königliche Hackerin gehört – alle lunarische Raumschiffe getarnt. 

Während Cress mit ihren Schuldgefühlen zu kämpfen hat, behält sie weiterhin Cinders Raumschiff im Auge und hilft ihr unaufspürbar für Levana oder die Radarschirme der Menschen zu bleiben, denn wenn es einer schafft sie aus ihrem Satelliten zu befreien, dann nur Cinder. Als es Cress schließlich gelingt, Kontakt mit ihr aufzunehmen, scheint sich ihr großer Wunsch endlich zu erfüllen. Allerdings geht bei der darauffolgenden Rettungsmission wirklich alles schief was schief gehen kann…

Die aufregende und vor allem vollkommen unerwartete Wendung zu Anfang, sorgt dafür, dass die Geschichte sogleich ordentlichen an Fahrt gewinnt und man deutlich merkt, wie ernst die Lage für Cinder & Co ist. Marissa Meyer hat es geschafft, mich sofort wieder in ihre abenteuerliche & märchenhafte Science-Fiktion Welt abtauchen zu lassen, obwohl zwischen Band 2 und 3 doch etwas Zeit vergangen ist. Ich war an die Seiten gefesselt und konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen, da weitere unerwartete Überraschungen nicht lange auf sich warten ließen.

Im Übrigen habe ich gemerkt, wie sehr mir die Charaktere schon ans Herz gewachsen sind. Ich habe mit jedem einzelnen von ihnen mit gefiebert und konnte es kaum abwarten zu erfahren wie es mit ihnen weitergeht und ob sie es bald schaffen sich aus ihrer misslichen Lage zu befreien. Meine Gefühle sind stellenweise wirklich Achterbahn gefahren. Die Spannung wird konstant hoch gehalten, allerdings gab es zwischendurch immer wieder Momente, in denen mir die Autorin etwas Ruhe gegönnt hat.
Cress wird für die meisten Leser kein unbeschriebenes Blatt sein, das sie bereits in „Wie Monde so silbern“ in Erscheinung getreten ist. Ich habe sie - wie schon zuvor bei Cinder und Scarlet – relativ schnell liebgewonnen, weshalb es mir umso mehr Spaß gemacht hat, mitzuerleben wie sie aus ihrer kindlichen, naiven Sichtweise heraus, ganz alltägliche Dinge kennenlernt. Dabei musste ich mir hin und wieder ins Gedächtnis rufen, dass sie gar nicht mehr so jung ist wie sie herüberkommt. Besonders süß fand ich jedoch, wie sie Thorne angehimmelt hat. In ihren Augen ist er der Held, auf den sie so lange gewartet hat. Thorne muss man aber auch einfach gern haben - allein schon wegen seinen Sprüchen, die ihm ständig über die Lippen kommen. 
Zum Ende wird die Spannung fast bis ins Unermessliche gesteigert, sodass ich nur noch durch die Seiten gerast bin. Jetzt kann ich es kaum erwarten bis ich „Wie Schnee so weiß“ lesen darf.

Mein Fazit
Auch bei „Wie Sterne so golden“ kann ich nur in den höchsten Tönen von Marissa Meyer und ihrer wunderbaren Märchen-Science-Fiktion Welt schwärmen. Obwohl nach Band 2 doch ein wenig Zeit vergangen ist bis ich zu Band 3 greifen konnte, war ich von der ersten Seite wieder in die Geschichte eingetaucht und mehr als gespannt wie es mit Cinder & Co. weitergeht. Aber auch auf die Bekanntschaft mit Cress habe ich mich sehr gefreut. Ihre Rettung hat am Anfang sogleich für ordentliche Spannung gesorgt, was allerdings nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Abenteuer bzw. nervenaufreibende Ereignisse im Laufe des Buches war.


Erschienen bei Carlsen

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Autorin / Autor: riina - Stand: 21. Oktober 2014
 
 
 

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