Watersong - Sternenlied

Autorin: Amanda Hocking

Seit Gemma ein kleines Mädchen ist, liebt sie es zu schwimmen und trainiert im Schwimmteam ihrer Schule für Olympia. Doch in diesem Sommer ändert sich alles für sie: Gemma verliebt sich in ihren Nachbarn Alex, der der beste Freund ihrer Schwester Harper ist und vier geheimnisvolle Mädchen tauchen auf, von denen eines jedoch bald wieder verschwindet. Die Einwohner der Stadt Capri vermuten aufgrund ihrer bezaubernden Schönheit, dass sie kanadische Schauspielerinnen sind. Als Gemma wie beinahe jede Nacht in die Bucht hinausschwimmt, um ganz alleine mit dem Meer und den Sternen zu sein, hört sie, wie jemand ihren Namen singt und sieht die drei Mädchen, Penn, Lexi und Thea, wie sie in einer Höhle, vom Licht eines Lagerfeuers erleuchtet, feiern und singen. Von Lexis Stimme wie magisch angezogen, schwimmt Gemma zu ihnen und nimmt trotz ihrer üblichen Gewohnheiten und dem möglichen Rauswurf aus dem Schwimmteam, den sie auf keinen Fall riskieren will, Penns Angebot etwas zu trinken, an. Am nächsten Morgen ist Harper völlig außer sich, weil Gemma immer noch nicht zu Hause aufgetaucht ist. Gemeinsam mit Alex geht sie los, um sie zu suchen und findet sie schließlich verkatert, ohnmächtig und zerkratzt von Steinen am Strand. Obwohl sie sich schon bald wieder erholt hat, hat sich etwas an Gemma verändert. Sie verfügt plötzlich über Kräfte, die sie vorher nicht besaß. Als die drei Mädchen das Gespräch mit ihr suchen, kommt Gemma trotz ihres Hausarrests mit ihnen und erfährt, dass die drei Mädchen sie zu einer Sirene gemacht haben. Wird Gemma je wieder in der Lage sein ein, normales Leben zu führen?

Amanda Hocking hat mit „Watersong:  Sternenlied“ einen spannenden Auftakt zu ihrer vierbändigen Watersong-Reihe geschrieben. Ihr Schreibstil ist einfach gehalten und das Buch lässt sich schnell lesen. Die Charaktere sind sehr stark und ihre Beziehungen zueinander sind zwar klar dargestellt, aber dennoch wenig oberflächlich. Die Handlung ist fesselnd und das offene Ende lässt den Leser auf ein schnellstmögliches Erscheinen des zweiten Bandes hoffen. Schade ist, dass die Handlung nur sehr langsam voranschreitet: Ein Großteil der 316 Seiten sind Beschreibungen von Gemmas Alltag und man erfährt leider nur sehr wenig über ihre Verwandlung. Besonders für Liebhaber der griechischen Mythologie bietet der Sirenen-Mythos eine nette Abwechslung zu all den Halbgöttern, die sonst in der Literaturwelt herumschwirren. Alles in allem ein lesenswertes Buch.

Erschienen bei cbt

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Autorin / Autor: matschi246 - Stand: 22 April 2013