Der Wald der träumenden Geschichten

Autor: Malcom McNeill
übersetzt von Sibylle Schmidt
ab 10 Jahren

Buchcover

In dem Jugendbuch „Der Wald der träumenden Geschichten“ von Malcolm McNeill geht es um Max, dessen Adoptiveltern plötzlich, wie viele andere zu dieser Zeit verschwinden. Auf der Suche nach seinen Eltern begibt er sich in Den Wald des Anfangs, um dort zum Drachenjäger ausgebildet zu werden.

Ich persönlich finde es schwer, den genauen Handlungsstrang kurz und knapp wiederzugeben, denn „Der Wald der träumenden Geschichten“ erzählt viele kleinere Geschichten nebenbei, sodass es mühsam ist, der Haupthandlung weiterhin zu folgen.

Leider muss ich sagen, dass mir das ab 10 Jahren ausgeschriebene Buch nicht besonders gut gefallen hat. Zum einen hat McNeill einen Schreibstil, bei dem man sich beim Lesen sehr konzentrieren muss. Teils gibt es seitenlange Dialoge und Aufzählungen, die sich eher weniger angenehm lesen lassen. Zumal es auch auffallend ist, dass der Autor manche Verben, Artikel und Adjektive wie z.B Der Wald des Anfangs großgeschrieben hat, ohne die Worte in Anführungszeichen zu setzen. Das Buch zieht sich leider, obwohl die Schrift sehr groß gehalten ist. Ich hatte das Gefühl, dass die ersten 200 Seiten dahinplätschern, ohne dass groß etwas Bedeutendes passiert. Die Nebencharaktere bleiben blass und ohne Farbe, mit keiner Person in diesem Buch konnte ich mitfiebern, hoffen oder gar Anti- bzw. Sympathien für sie aufbringen. Schlicht gesagt blieben sie mir recht gleichgültig.

Im Großen und Ganzen geht es um die Industrialisierung der Menschheit, unserer Welt, der der Wald des Anfangs gegenüber steht. Die Idee, die dahinter steckt, fand ich im Grunde eigentlich gut. Es versteckten sich überdies einige gute Ansätze und Ideen in dem Buch. Da es das Erstlingswerk des Autors ist, kann man hoffen dass er diese in seinen weiterfolgenden Werken weiter ausarbeiten wird.  In einigen anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass den Rezensenten das Buch für 10 Jährige zu grausam finden. Dies kann ich nicht unterstreichen. In der heutigen Zeit gucken 12- Jährige schon Filme ab 18, mit denen das Buch in Sachen Schrecken nicht mithalten kann. Zudem habe ich den Roman nicht als besonders spannend wahrgenommen, zumal die etwas grausameren Stellen weniger bildlich beschrieben sind.

Überdies muss ich leider sagen, dass ich das Buch manchmal verwirrend fand. Ich bin mit der Geschichte einfach nicht klar gekommen, da McNeill reichlich andere Geschichten nebenbei erzählt. Von diesen waren mir einfach zu viele vorhanden.

Einen dicken Pluspunkt für das Buch gibt es aber noch, denn der „Wald der träumenden Geschichten“ hat die Botschaften, die es übermitteln soll, sehr gut herübergebracht. Dies bleibt bei anderen Romanen ja oft zu wünschen übrig.

Zusammenfassend ist „Der Wald der träumenden Geschichten“ ein Buch mit einer guten Grundidee, das allerdings hätte besser ausgearbeitet werden können. 

*Erschienen bei KJB*

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Autorin / Autor: loveathletics - Stand: 27. Oktober 2014