Tagebücher lügen nicht

Autorin: Maike Stein
ab 12 Jahren

Buchcover

Seit Jahren sind Tim und Sophia beste Freunde. Sie teilen alle ihre Geheimnisse miteinander und schreiben gemeinsam Tagebuch. Sophias Vater Levent ist der Trainer des Handballteams, in dem Tim spielt. Als Sophia nach einem langen Treffen mit Tim mitten in der Nacht nach Hause kommt, wartet ihr Vater verzweifelt in ihrem Zimmer auf sie. Inmitten der aufgeschlagenen Tagebücher der letzten Jahre. Sophia fühlt sich bloßgestellt, da in den Büchern all die Geheimnisse von Tim und ihr stehen. Am gleichen Abend findet noch ein Handballspiel von Tims Team statt. Als die Tochter des Trainers und Tims beste Freundin muss sie natürlich mit, sitzt jedoch nur da und liest ihre geliebten Corvae-Chroniken. Erst als Tim das entscheidende Tor schießt, fiebert sie kurz mit. Mehr Genugtuung will sie ihrem Vater jedoch nicht schenken, nach dem groben Vertrauensbruch. Nach dem Spiel sind die Fans und das Gewinnerteam außer sich. Sophia gratuliert Tim, und will sich, wie abgemacht, das Tagebuch abholen. Er hat es nicht mit, gibt an, er habe es weggeschmissen. Das „Tagebuchding“ ist kindisch und langsam sollten sie erwachsen werden. Sophia ist entsetzt und gebrochen. Ihr bester Freund, das Tagebuch, das ist alles, was sie hat – oder hatte. Also stürzt sie sich in ihr Corvae Internetforum und lernt dort Leron kennen. Leron, der Junge mit dem außergewöhnlichen Namen und dem unglaublichen Talent Geschichten zu schreiben. Sophia verliebt sich umgehend in Leron. Kein Augenblick vergeht, ohne einen Gedanken an ihn. In der realen Welt verträgt sie sich auch wieder mit Tim, bis sich herausstellt, dass Tim Leron ist. Sophia versteht die Welt nicht mehr. Als Tim ihr zeigt, dass er das Tagebuch nicht weggeworfen hat, und was sein letzter Eintrag war, kommt Sophias Welt wieder langsam ins Gleichgewicht.

Einfach, aber gefühlvoll
Das Buch ist sehr einfach, aber unglaublich gefühlvoll geschrieben. Ich mag die Charaktere der Sophia und des Tim sehr. Ich finde, die Geschichte ist sehr realitätsnah und könnte an jeder Schule passieren. Auch manche Teile der Geschichte, die anfangs etwas ins Schwarze führen, ergeben am Ende Sinn und so fügt sich ein Teil in den anderen. Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht Sophias und Tims geschrieben. So bekommt man einen tiefen Einblick in beide Leben der Charaktere. Mit 173 Seiten ist die Geschichte nicht sehr lang, man hat aber trotzdem das Gefühl richtig darin eintauchen zu können.
Eine richtig süße Geschichte, die mich jetzt noch an Tim und Sophia denken lässt.

Erschienen bei Oetinger

Deine Meinung zu diesem Buch?

Weiter >>

Autorin / Autor: lisilisi - Stand: 22. September 2014