Taberna Libraria - Die magische Schriftrolle

Autorin: Dana S. Eliott

Buchcover Dana S. Eliott: Taberna Libraria

Dass ihr eigenes erstes Buchgeschäft ein Abenteuer wird, damit haben die Freundinnen Corrie und Silvana schon gerechnet. Mit einem Portal in die Welt Amaranthina in ihrem Keller haben die beiden jedoch nicht gerechnet. Doch genau in ihrem Keller öffnet sich ein Portal in eine andere Welt, in der alle nur erdenklichen Fabelwesen zuhause sind und jedes noch so merkwürdige Buch (beispielsweise über die Aufzucht magischer Wasserwesen) bestellt werden kann. Glücklicherweise endet das Portal nämlich direkt in der Magischen Schriftrolle, einer der größten Buchhandlungen in Amaranthina. Doch der Buchladen hält auch dunkle Überraschungen bereit. So finden die beiden Freundinnen schnell heraus, dass der vorherige Besitzer ermordet worden ist – wegen eines Buches. Und so befinden sich auch Corrie und Silvana bald im Fadenkreuz der Feuerhunde eines finsteren Magiers. Der möchte ein geheimes Buch haben, das im Buchladen der Frauen versteckt ist und schreckt vor keinem gewaltsamen Angriff zurück. Da erfahren Corrie und Silvana, dass es noch mehr dieser geheimen und mächtigen Bücher gibt und sich ein weiteres Buch ganz in ihrer Nähe befindet. Mit der Hilfe ihrer magischen Freunde aus Amaranthina machen sie sich auf die Suche.

Unter dem Pseudonym Dana S. Eliott haben zwei Freundinnen ihr Erstlingswerk „Taberna Libraria – Die Magische Schriftrolle“, veröffentlicht. Wie bei vielen Erstlingswerken lässt sich auch hier vermuten, dass die beiden Autorinnen auch ein Teil ihrer Persönlichkeit in das Buch fließen lassen haben. So habe ich mich beim Lesen immer wieder gefragt, ob die beiden Autorinnen eine ähnliche Freundschaft wie Corrie und Silvana pflegen. Ist die eine vielleicht auch eher vorsichtig, während die andere in ihrem Entdeckerdrang auch mal in das ein oder andere Fettnäpfchen tritt? Beide müssen auf jeden Fall eine große Nähe zu Pen and Paper Rollenspielen haben, so kommt es mir zumindest vor. An einigen Stellen der Geschichte, zum Beispiel wenn Corries Spielesammlung durcheinander gerät, gibt es Anspielungen auf Rollenspiele. Zum anderen hatte ich beim Lesen hin und wieder das Gefühl, an einer guten Rollenspielsitzung teilzunehmen, ohne allerdings selbst einen Charakter ins Abenteuer schicken zu können. Vieles am Erzählstil des Buches erinnert nämlich an solche Sitzungen.

Das Erstlingswerk kann sich sehen lassen, ist angenehm zu lesen und hat eine spannende, wenn auch vorhersehbare, Story. Einige nette Ideen, die auch im Fantasygenre neu sind, sind in die Geschichte eingeflossen. Die meisten Helden und Wesen sind aber bereits aus anderen Büchern und Filmen bekannt. Das Ende ist recht offen gehalten, möglicherweise wird sich noch ein zweiter Band anschließen. Wer also Lust auf eine Fanatsygeschichte hat, die gleichzeitig in unserer Welt und einem Fantasyland spielt, dem sei dieses Buch empfohlen. Ein Geheimtipp ist es aber eher nicht.

Erschienen bei Knaur

Deine Meinung zu diesem Buch?

Weiter >>

Autorin / Autor: missmarie - Stand: 4. März 2014