Spiele-Entwicklerin - Beruf oder Leidenschaft?

Carolin Batke erzählt über ihren Beruf, der auch gleichzeitig ihre Leidenschaft ist.

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Wie bist dazu gekommen, Spieleentwicklerin zu werden?

Ich habe eigentlich Maschinenbau studiert, aber schon früh angefangen, mich mit Computergrafik zu beschäftigen. In meinem Fachbereich (Theater- und Veranstaltungstechnik) gab es dafür interessante Anwendungen, z.B. die Simulation von Bühnenbildern. Allerdings steckte die 3D-Grafik damals noch in den Kinderschuhen. Während des Studiums habe ich dann angefangen, in dem Bereich zu arbeiten und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Deswegen hatte ich auch das Glück, gleich nach dem Studium in einer Software-Firma für Computergrafik einen Job zu finden. Mitte der Neunziger Jahre habe ich in einer Firma angefangen, die nicht nur 3D-Grafik, sondern auch Computerspiele hergestellt hat. Seitdem arbeite ich in der Spieleentwicklung. Es war also viel Zufall dabei, und vor allem hatte ich Glück.

Was für besondere Interessen und Fähigkeiten sollte man deiner Meinung nach haben, um an diesem Beruf Spaß zu haben?
Das kommt natürlich ganz darauf an, in welchem Bereich man arbeitet. Die Teams heutzutage sind sehr spezialisiert, es gibt Gameplay-Programmierer, Engine-Programmierer, 3D-Modeller, 2D-Texturierer, Animatoren, Drehbuchautoren usw. Darüber hinaus kann man auch im Marketing oder Projektmanagement arbeiten. Für alles braucht man andere Fähigkeiten und Eigenschaften. Gemeinsam ist den meisten nur die Leidenschaft für Spiele, die Fähigkeit, sehr eng im Team arbeiten zu können und sehr viel Disziplin und Durchhaltevermögen, da die Produktion von nur einem Spiel manchmal bis zu 4 Jahren dauern kann.

Wie sieht ein typischer Tagesablauf von dir aus? Sitzt du den ganzen Tag vor'm Rechner oder spielst du den ganzen Tag ;-)?
Das würde ja auf dasselbe hinauslaufen ;-). Ich sitze in der Tat sehr viel am Rechner, aber spiele leider sehr wenig. Dazu bleibt oft keine Zeit, vor allem, wenn wir gerade eine sogenannte Milestone-Abgabe haben. Aber ich sitze auch oft mit anderen Team-Mitgliedern zusammen, um Probleme oder Konzeptionsfragen oder den aktuellen Stand der Produktion zu besprechen. Manchmal haben wir jeden Tag solche Meetings.

Was ist denn eine Milestone-Abgabe?

Sorry, manchmal vergesse ich, dass nicht die ganze Welt aus Spieleentwicklern besteht ;-). Eine Milestone-Abgabe ist ein Termin zu dem man einen vorher vereinbarten Produktionsstand fertigstellen muß. Eine langfristige Entwicklung teilt sich immer in diese Milestones auf, um einen Überblick über den Projektfortschritt zu behalten. Vielleicht könnte man es auch einfach Fertigstellungtermin nennen.

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Autorin / Autor: Carolin Batke/ Astrid - Stand: 12. August 2004
 
 
 

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