Sommer offline

Autorin: Stephanie Kate Strohm

Sommerferien. Die mode- und trendbewusste New Yorkerin Libby fährt zu einem historischen Ferienlager, um in die Welt von Jane Austen einzutauchen, während ihr bester und schwuler Freund Dev ein Praktikum bei einem berühmten Modemagazin macht. Kaum angekommen merkt sie, dass sie in einer anderen Welt gelandet ist, Dreibettzimmer, Uniform und einen Schrankplatz, in dem kaum ihre Unterwäsche Platz hat. Das geht ja gut los, als ihr auch noch ihre biedere Katzen liebende Zimmergenossin Ashling den Kampf ansagt und Make up, wie auch Handys verboten werden, sieht Libby anstrengende Sommerferien auf sich zukommen.
Nur gut, dass sie die meiste Zeit mit 8 bis 10-jährigen Mädchen verbringt. In historischem Kostüm gekleidet und mit Schminke aus Asche und Schweinefett soll sie den Mädchen zeigen, wie die Menschen früher gelebt haben. Dazu backen sie Kuchen und anderes in schweren gusseisernen Töpfen im offenen Feuer, sticken, quilten und rühren köstliche Limonade an.

Abwechslung versprechen auch die Jungs auf dem alten Schiff, vor allem der attraktive Cam, der ihr Holz mit freiem Oberkörper hackt und Libby zu einem Bootsausflug einlädt. Außerdem soll es auf dem historischen Museumsgelände spuken, schon mehrmals wurde ein Geist gesehen. Der junge Zeitungsreporter Garrett möchte darüber eine Story bringen und übernachtet dazu auf dem Schiff, wo der Geist mehrmals gesichtet wurde, natürlich darf er nicht alleine dort schlafen und Libby nutzt die Chance aus dem Zimmer mit Ashling zu entkommen – nun steht sie also zwischen zwei Jungs in Strumpfhosen, einem polternden Geist und vielleicht doch noch ganz interessanten und spannenden Sommerferien.

Das Buch „Sommer offline“ ist ein gut 300-seitiger Debüt-Roman der Theater-Schauspieler und Geschichts interessierten Stephanie Kate Strohm. Der Roman ist im Heyne Verlag erschienen, welcher eigentlich eher für „Erwachsenen-Romane“ bekannt ist, doch durch die Story, Sommerferien, Liebe, und Freundschaft würde ich es eher als Jugendbuch einordnen und auch als solches weiterempfehlen. Es liest sich leicht und locker weg, ist eine richtige Urlaubslektüre zum einfach weg lesen, trotz der Geistergeschichte kommt hier keine Spannung auf und auch die Liebesgeschichte ist zu wenig ausgebaut, als dass sie einen richtigen Spannungsbogen hat. Das Cover erinnert ein bisschen an „Sex and the City“ und ähnliches, will nicht so richtig zum Buch passen, da zwei Freundinnen abgebildet sind, die zusammen eine Beauty Maske auflegen, etwas das im historischen Museum Camden Harbor natürlich undenkbar wäre und auch sonst ist die Protagonistin Libby eher allein unterwegs und nicht auf der Suche nach Freundschaft.

Erschienen bei: Heyne

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Autorin / Autor: likemoon - Stand: 25. März 2013