SO ROT WIE BLUT

Autorin: Salla Simukka
übersetzt von Elina Kritzokat
ab 14 Jahren

Zur falschen Zeit am falschen Ort – das ist Lumikki Andersson als sie in einer Dunkelkammer ihrer Schule blutige und tropfnasse Geldscheine an einer Wäscheleine entdeckt. Plötzlich ist die 17-jährige Finnin in die gnadenlose Welt der Drogenmaschinerie verwickelt und was als ein harmloser Scherz drei ihrer Mitschüler beginnt, endet in einer wahnwitzigen Verfolgungsjagd auf Leben und Tot. Selbst die Polizei ist in die Sache verstrickt und so kann mal wieder Lumikki niemanden trauen außer sich selbst.

„So rot wie Blut“ ist das spannende erste Buch einer geplanten Trilogie der finnischen Autorin Salla Simukka. Der Thriller dreht sich um eine 17-jährige Schülerin, die alleine in Tampere wohnt und dort auf eine Kunstschule geht. Genau in dieser Schule macht sie die Entdeckung der blutigen Geldscheine. Am liebsten möchte sie sich aus dieser Sache raus halten, aber als sie herausfindet, dass drei ihrer Mitschüler dahinter stecken, bitten diese sie um Hilfe, und damit hat sich das mit dem Raushalten dann auch erledigt. Von diesem Moment an dringt die Einzelgängerin immer mehr in die Welt der Drogen, des  Geldes und des Mordes ein und wenn man einmal drin ist, ist das Aussteigen nicht mehr so leicht.

Anfangs ist es schwer die Protagonistin Lumikki zu verstehen: Sie ist eine Einzelgängerin, gibt nicht viel von sich Preis und der Leser bekommt immer nur kleine Krümel zugeworfen. Das allerdings ändert sich im Laufe des Buches, und man erfährt, dass die Finnin nur so unantastbar geworden ist, weil sie jahrelang Mobbing ausgesetzt wurde, oder wie sie es nennt: Erniedrigung, Folter, Gewalt durch zwei ihrer Mitschülerinnen. Dadurch hat sie gelernt, sich selbst zu verteidigen und niemandem zu vertrauen. Erst jetzt versteht man wieso Lumikki so ist wie sie ist und sie wird dadurch zu einer starken, sympathischen Protagonistin von der man sich gerne durch die Story des Jugendthrillers führen lässt.

Auch die anderen Charaktere der 3 Mitschüler sind klar definiert: Da ist einmal die reiche und naive Elisa, die aber trotzdem durch ihre treue und fast verlorene Art so sympathisch ist, dass selbst Lumikki ihre selbst aufgerichteten Mauern durchbricht um sie zu schützen. Kaspar und Tuukka nehmen selbst gegen Ende die ganze Sache nicht so Ernst und stehen dadurch mit ihrer leicht dümmlichen Art eher im Hintergrund.

Besonders gut hat mir die Entwicklung gefallen, die Lumikki im Laufe des Buches durchmacht: Sie öffnet sich immer mehr, ist sogar in der Lage eine freundschaftliche Beziehung zu Elisa aufzubauen und wirkt gegen Ende auch versöhnt mich sich und der Welt.

„So rot wie Blut“ ist ein fast unerträglich spannendes Buch, welches den Leser in die wortwörtlich eisige Welt der Drogenmaschinerie Finnlands eintauchen lässt. Nebenbei wird auch noch das Thema Mobbing und Verdrängung eingebracht, was die ganze Story noch vielschichtiger macht. Es lässt sich super als einzelnes Buch lesen aber trotzdem freue ich mich auf die beiden darauf folgenden Bände und darauf zu erfahren, wie es mit Lumikki Andersson weiter geht. Spannung und Nervenkitzel pur!

Erschienen bei: Arena

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Autorin / Autor: anna95 - Stand: 17. November 2014
 
 
 

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