Renn um dein Leben

Autor: Mark Frost
ab 14 Jahren

Buchcover

In "Paladin Project - Renn um dein Leben" von Mark Frost geht es um Will, der eines Tages erfährt, dass er kein normaler Junge ist.

Will West ist ein ganz normaler Schüler. Bis er eines Morgens von mehreren Männern verfolgt wird, eine Video-Botschaft von seinem Vater bekommt, auf dem zu sehen ist, wie dieser gekidnappt wird und seine Mutter zuhause plötzlich nicht mehr dieselbe ist. Er erhält eine mysteriöse Einladung in ein Internat, weil er einen Test besonders gut abgeschnitten haben soll. Als die „Schwarzkappen“ ihn wieder verfolgen, flieht er Hals-über-Kopf dorthin. Dort ist er aber ebenfalls nicht sicher.

Das Cover finde ich sehr schön, der stechende Blick der beiden Augen hat etwas, was neugierig macht.
Das erste was ich gedacht habe, als ich angefangen habe zu lesen war: Hat man doch alles schon mal gesehen. Tatsächlich weist die ganze Lektüre Parallelen zu Büchern wie Percy Jackson oder Harry Potter auf. Was ich aber ganz toll fand war die Spannung, die Frost wirklich gekonnt in sein Werk eingesetzt hat. Leider hat er dabei auch einen Hang zum Übertreiben, was mich das Buch öfters verärgert zuklappen hat lassen. Gerade an den Stellen, an denen man sich dem Sog der Geschichte nicht entreißen konnte, lässt Frost Dinge in die Luft fliegen oder die Charaktere unglaubwürdige Sachen machen, die einen wieder in die Realität zurückkommen lassen. In einem Film hätte ich dies vermutlich nicht so eng gesehen.  Die Hauptperson Will fand ich sehr sympathisch. Durch seine Erziehung ist er misstrauisch geworden und hat Probleme, schnell Freunde zu finden. Was ich an ihm gut fand, ist, dass er nicht wie andere Charaktere in anderen Büchern eine komplette 180 Grad Wendung macht, sobald er im Internat ankommt. Die Nebenfiguren haben mich allerdings nur teils überzeugt. Während ich schnell ein Fan von Nick und Ajay wurde, haben mir die Mädchen, Brooke und Elise, nicht gefallen. Beide wirken künstlich und aufgesetzt perfekt, hübsch, begabt und mit einem tollen Charakter.

Das Ende fand ich dann wieder spitze, fesselnd, mit einer unvorhersehbaren Theorie am Schluss. Er hat mich sehr neugierig gemacht und ich freue mich schon auf den zweiten Band.

Ich fand das Buch nicht schlecht, das Ende war wirklich gut. Und wer auf Action und Spannung steht, und keine hohen Erwartungen puncto Originalität hat, der soll guten Gewissens zu diesem Buch greifen. Ich vergebe 3,5/5 Sternen.

Erschienen bei Arena

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Autorin / Autor: loveathletics - Stand: 31. März 2014