Nur ein kleiner Sommerflirt

Autorin: Simone Elkeles

Amy ist total unglücklich. Sie soll über die Sommerferien zu ihrem „Erzeuger“ Ron, mehr ist er für sie nicht, nach Israel fahren. Ihre Großmutter ist schwer krank und Ron möchte, dass Amy sie noch kennenlernt. Auch ihre Mutter findet es eine sehr gute Idee. Nun muss Amy ihr Zuhause, ihre Freunde und ihren Freund zurücklassen und in ein Land reisen, das sie jetzt schon hasst und dessen Sprache sie nicht einmal beherrscht. Sie hasst Ron dafür, dass er ihr nie ein Vater war und sich so gut wie nie gemeldet hat und sie hasst ihn für diese Reise. Und das bekommt er auch zu spüren. Auch all die anderen Verwandten bekommen nicht die netteste Seite von Amy gezeigt. Und ganz besonders blöd findet sie Avi. Er bringt sie dauernd auf die Palme und ist einfach nervig – aber auch irgendwie süß. Doch was würde das ändern? Schließlich muss sie wieder nach Hause und hat bereits einen Freund und Avi lässt sich für 3 Jahre für das Militär verpflichten…

Meine Meinung:
Als Erstes muss ich gleich mal sagen, dass Simone Elkeles eine meiner absoluten Lieblingsautorinnen ist. Ich liebe ihre Perfect-Chemistry-Reihe und habe auch alle anderen Bücher von ihr zuhause. Daher hatte ich eine gewisse Erwartung an das Buch. Was man allerdings beachten sollte, ist, dass dieser Auftakt ihr Debüt war. Es ist nicht ihre Neuerscheinung, sondern nur als letztes ins Deutsche übersetzt worden. Und das merkt man auch ein wenig.

Mir gefiel das Buch richtig gut, aber trotzdem hatte es noch ein paar Schwächen. Amy ist ein sehr toughes Mädchen, mit einem großen Mundwerk und – scheinbar – wenig Gefühl. Ich mochte sie sehr gern, aber hin und wieder kam sie mir schon etwas zu unrealistisch vor, zu gefühlskalt. Sie hat natürliche eine schwere Zeit hinter sich und wird sich nicht in die Arme ihres Vaters werfen, der nie für sie da war. Aber trotzdem war es mir ein klein wenig zuviel des Guten.

Avis Charakter hat mir dagegen sehr gut gefallen. Er ist hilfsbereit und nett, aber er kann auch anders. Auch er hat eine sehr schwere Zeit hinter sich und gibt sein wahres Gesicht kaum zu erkennen.

Das Land wurde wirklich klasse beschrieben. Ich konnte mir die meisten Orte richtig gut bildlich vorstellen. Auch die Kultur und die unterschiedlichen Lebensweisen wurden klasse geschildert und verglichen.

Fazit:
Bis auf ein paar kleine Makel hat mir das Buch sehr gut gefallen und es hat mich gut unterhalten. Ich kann es auf jeden Fall jedem Simone-Elkeles-Fan empfehlen, doch man sollte daran denken, dass dies ihr Debüt ist. Wer dieses Werk auf die gleiche Stufe stellt wie die Perfect-Chemistry-Reihe, wird vielleicht in wenig enttäuscht werden. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.


Erschienen bei cbt

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Autorin / Autor: jessi3107 - Stand: 18. Juni 2013