Irgendwann für immer

Autorin: Katja Millay
übersetzt von Petra Koob-Pawis und Ulrike Köbele
ab 14 Jahren

Inhalt:
Alles an Nastya ist außergewöhnlich: ihr auffälliger Kleidungsstil, ihr Name, aber das Außergewöhnlichste an Nastya ist, dass sie nicht spricht. Mit Niemanden. Nastya lebt bei ihrer Tante und beginnt auf einer neuen Schule, wo sie auf den gut aussehenden Josh Bennett trifft. Auch bei ihm scheint es so, als ob er eine schwierige Vergangenheit hinter sich hat. Er hält sich von jedem fern. Ist eine Party angesagt, bleibt er lieber zu Hause und schreinert lieber.

Zwei Menschen mit traurigen Schicksalsschlägen, die sich genau im richtigen Moment treffen!

Cover:
Als ich das Cover zum ersten Mal gesehen habe, habe ich sofort an Winter gedacht. Auf dem Cover sind Nastya und Josh zusehen. Ich finde es gut, dass die Gesichter der Protagonisten nicht abgebildet sind, dadurch kann man noch seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Meine Meinung:
Als ich das Buch in der Hand hielt, war ich erst einmal richtig geschockt, wie dick dieses Buch ist. Ich habe mit so einer Dicke nicht gerechnet, aber nachdem ich angefangen habe zu lesen, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen gelesen (!). Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen. Die Geschichte wird abwechselnd aus Joshs und Nastyas Sicht erzählt.

Die Charaktere sind einfach umwerfend. Nastyas Art und Weise hat mich einfach umgehauen. Sie ist eine etwas andere Protagonistin. Sie ist ein wütender und aufbrausender Charakter. Die schlimmen Ereignisse haben sie zu dem Menschen gemacht, der sie jetzt ist. Obwohl sie nicht redet, fand ich sie teilweise echt lustig. Ihre ironische Art ist einfach erfrischend und ich musste oft auflachen.
Josh habe ich sofort ins Herz geschlossen, auch wenn er am Anfang des Buches echt abweisend gegenüber Nastya gewesen ist. Ihn umgibt ein 'Kraftfeld', so wie es Nastya nennt (seine Mitschüler nennen es die 'Todeszone'). Das heißt, dass niemand sich in seine Nähe traut. Jeder lässt ihn in Ruhe außer sein bester Freund, Drew. Auch er hat ein Schicksalsschlag erlitten.

Die Beziehung der Beiden ist so authentisch und entwickelt sich sehr langsam. Das ist keine Kritik, auf gar keinen Fall, das macht die Beziehung von Nastya und Josh gerade so besonders. Es ist nämlich keine Liebe auf den ersten Blick. Beide müssen lernen, sich an jemanden zu binden und einer anderen Person zu vertrauen.   

Der Schreibstil der Autorin ist so fesselnd. Es geht runter wie Öl. Es ist zwar umgangssprachlich geschrieben, aber das ist normal, da beide Protagonisten die High School besuchen.

Das Buch hat mich einfach überwältigt. Was die Schicksalsschläge angeht: Ich war geschockt und so traurig zur selben Zeit. Es tat mir einfach nur so leid, was Nastya angetan wurde und was mit Josh passiert ist. Ich werde die Autorin auf jeden Fall im Auge behalten.

Fazit:
Ich empfehle euch dieses Buch wärmstens! Es ist eine Geschichte über Trauer, Schmerz, Freundschaft und Liebe. Es gibt selten solche Bücher, die mich so derart fesseln. Ein Must-Read!
Schaut es euch an und ihr werdet wissen, weshalb ich es so gut finde.

Erschienen bei Arena

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Autorin / Autor: kerime - Stand: 29. September 2014