Flüsternde Hände

Autorin: Sherryl Jordan
Übersetzt von Joanna Schroeder

Die 16-jährige Marnie, die bisher mit ihren Eltern und den vielen Geschwistern zusammen in einem Dorf gelebt hat, heiratet den viel älteren Isak Isherwood, um die Existenz ihrer Familie zu retten. Denn seit ihr Vater einen Arbeitsunfall hatte und nicht mehr arbeiten kann, ist es nicht möglich, die große Familie zu ernähren. Isak Isherwood hatte schon lange Interesse an Marnie, und so blieb dem Mädchen nichts anderes übrig, als ihn zu heiraten und mit ihm in eine alte, verfallene Hütte nach Torcurra zu ziehen. Von Anfang an wird Marnie in Torcurra genau gemustert, denn es ist ungewöhnlich dass ein Mädchen aus einfachen Verhältnissen einen Adeligen wie Isak heiratet. Außerdem erzählt man sich im Dorf, dass auf der verfallenen Hütte, in die die beiden einziehen, ein Fluch lasten soll.
Die Geschichte spielt im Mittelalter, als Hexenverfolgungen, böse Flüche und die Kirchen noch eine sehr große Rolle spielten. Gleich bei ihrer Ankunft in Torcurra sieht Marnie bei der Auspeitschung eines Narrs zu, der angeblich vom Teufel besessen ist, da er nicht spricht, nicht zuhört und furchtbare Wutausbrüche hat. Marnie ist anders als die Menschen in Torcurra – es ist ihr egal, was andere über sie denken, und sie glaubt den Gerüchten über den Narr Raven nicht und gibt ihm zu essen. Die beiden lernen einander ein wenig kennen, und Marnie erahnt langsam, dass Raven nicht besessen ist, sondern einfach taubstumm. Sie gibt ihm eine Sprache und bringt die nötige Geduld auf, um sich mit ihm mit erfundenen Handzeichen zu verständigen.

Die Leute im Dorf reden über Marnie und als auch noch ihr Ehemann Isak durch einen tragischen Unfall ums Leben kommt, kommt das Gerücht auf, Marnie sei eine Hexe und habe ihn verflucht.

Meine Meinung:
Was das Buch sehr interessant macht, ist die auktoriale Erzählperspektive. Man bekommt Einblicke in die Gefühle und Ängste aller Personen. Die größte Stärke der Autorin sind die interessanten Charaktere, die sehr ausführlich ausgearbeitet wurden und dadurch extrem realistisch handeln und fühlen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, einfach zu lesen – die Sprache ist wunderschön und an die mittelalterlichen Zeiten angepasst, ohne langatmig zu werden.

Mir haben vor allem die Entwicklung von Raven und Marnie und der Kontrast zwischen Marnies Ehe zu Isak und der Liebesgeschichte zu Raven sehr gut gefallen.

Fazit:
Ich kann das Buch wirklich allen wärmstens empfehlen. Es wird garantiert nie langweilig und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen, da ich so sehr an die Handlung gefesselt war. Die größten Stärken sind die Charaktere und die wahnsinnig schöne Sprache, in der erzählt wird. Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte und es aus der Hand legte, geisterten Marnie und Raven noch lange in meinem Kopf herum und irgendwie vermisse ich die beiden richtig.

Erschienen bei Carlsen

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Autorin / Autor: klexxx - Stand: 6. August 2014
 
 
 

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