Eine echte Heldin!

Studie: Superkräfte im Videospiel machen im realen Leben hilfsbereit

Videospiele stumpfen ab, machen gewaltbereit, so das Vorurteil. Aber sie können auch anders. Wer im Spiel eine Heldin ist, ist es im wahren Leben womöglich auch. Denn Computerspiele, in denen es um soziales Verhalten geht, fördern dieses auch außerhalb der virtuellen Welt, wie eine aktuelle Studie bestätigt. Wer im Spiel die Superheldin gemimt hat, zeigte sich danach äußerst hilfsbereit.
Für die Studie steckten die ForscherInnen der Stanford University die 60 StudienteilnehmerInnen in einen Virtual-Reality-Anzug. Durch das Display in einem Helm wurden sie in eine computergenerierte 3D-Welt entführt.

Es gab mehrere Gruppen: Die TeilnehmerInnen der ersten Gruppe bekamen – wie Superman – die Fähigkeit zu fliegen. Die Mitglieder der zweiten Gruppe saßen als Passagiere in einem Helikopter.  Alle bekamen zudem entweder die Aufgabe, ein zuckerkrankes Kind zu finden und zu retten oder sie waren als Touristen unterwegs, um die Stadt zu erkunden.

Anschließend befreite der Versuchsleiter die Testpersonen aus dem Anzug und stieß dabei – wie zufällig - einen Becher mit Stiften um. Kameras hielten die Reaktion der TeilnehmerInnen fest. Die Auswertung zeigte: Diejenigen, die in der virtuellen Welt aus eigener Kraft fliegen konnten, hoben schneller und mehr Stifte auf als die Helikopter-Passagiere – und das unabhängig davon, ob sie nur die Gegend erkundeten oder ein Kind retten sollten. Sechs Testpersonen halfen gar nicht. Sie alle gehörten zur Gruppe derjenigen, die im Helikopter herumgeflogen wurden.

Die ForscherInnen vermuten, dass sich die Testpersonen durch die Flugfähigkeit an Superhelden erinnert fühlten, die meist Gutes tun. Das Sich-Hineinversetzen in einen Helden und das aktive Handeln im Spiel könnten womöglich das Gute im Menschen fördern. So zeigten sich die Testpersonen zurück in der Realität aktiv und hilfsbereit und sammelten rasch die Stifte auf.

Vorherige Studien hatten übrigens ähnliches bestätigt: Wer im Test „Lemmings“ spielte - hier müssen kleine Geschöpfe vor dem Tod gerettet werden – war anschließend hilfsbereiter als diejenigen, die sich mit „Lamers“ beschäftigten, dem fiesen Gegenstück, in dem man die Geschöpfe in den Tod laufen lässt.

Wenn du von Freunden Hilfe beim Umzug brauchst oder deinen Eltern einen Gefallen abschwatzen möchtest, solltest du sie vielleicht zunächst vor den Computer setzen. Und falls du selbst vor diesem hockst und deine Eltern meckern, dass du wieder am „Zocken“ bist, kannst du immer noch behaupten du arbeitest an deiner Sozialkompetenz ;-)

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Autorin / Autor: Redaktion/ Pressemitteilung - Stand: 4. Februar 2013
 
 
 

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