Drei Songs später

Autorin: Lola Renn

Zeta Brandt träumt davon, eine Tänzerin zu werden. Für das Besuchen eines Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Tanz/Ballett ist es zwar zu spät, aber alles ist besser, als dieses blöde naturwissenschaftliche Gymnasium, das ihr Vater so mag. Und da fängt das Problem auch schon an. Ihr Vater trinkt viel und regt sich über die kleinsten Sachen auf. Man kann nicht normal mit ihm reden, da seine Laune schnell umschwingt und er zu Wutausbrüchen neigt. Und ihre Mutter ist keine große Hilfe, weil sie sich ihrem Ehemann unterwirft und alles tut, um ihn nicht aufzuregen. Trotzdem besucht Zeta regelmäßig einen Ballettkurs, um sich zu entspannen und dem Druck zu entkommen.

Als sie eines Abends heftige Blutungen bekommt, bittet sie ihren Vater, sie in die Praxis zu fahren, doch der liest seelenruhig seine Zeitung weiter. Irgendwann entscheidet er sich dazu, seine Tochter dazu zu zwingen, eine OP durchführen zu lassen, weil er das Theater leid ist. Als sich Zeta weigert, ein Glas mit Wasser, das aus einer Brühe durch verrostete Nägel entstanden ist, zu trinken, tickt ihr Vater total aus. Doch ihre Freunde unterstützen sie, besonders Micha, der ihr immer mehr gefällt. Er bietet ihr an, bei seinem Vater zuerst einmal unterzutauchen; sie nimmt das Angebot an.

Meine Meinung
Schon gleich zu Beginn reißt die Geschichte einen in ihren Bann. Durch den einfachen Schreibstil kommt man schnell zur nächsten Seite. Lola Renn erzählt die schockierende Geschichte recht simpel und ohne Ausschmückungen, sodass Zetas Gefühle im Vordergrund stehen und ich mit ihr mitfühlen konnte. Ihre Situation scheint recht ausweglos, sie ist erst 16, und ohne die Erlaubnis ihrer Eltern kann sie nicht von Zuhause ausziehen. In den Situationen mit ihrem Vater waren ihre Gefühle und Gedanken so was von richtig am Platz und ihr Verhalten kann ich total verstehen! Ich hätte schon vor langer Zeit randaliert, ihr Vater muss echt eine Schraube locker haben.

Auch die anderen Charaktere fand ich super ausgebaut, Zetas  beste Freundin liebt die 60er, Micha spielt Gitarre und ist in sie verknallt, Corinna die Streberin – sie stehen im Gegensatz und das macht die Geschichte lebendig.

Erschienen bei: bloomoon

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Autorin / Autor: missunberechenbar - Stand: 10. Mai 2013
 
 
Frau vor Einsen und Nullen
 
 

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