Dreh dich nicht um

Autorin: Jennifer L. Armentrout
Übersetzt von Karl-Heinz Ebnet
ab 14 Jahren

Inhalt:
Samantha erlebt einen Albtraum: Blutverschmiert wird sie von der Polizei am Straßenrand aufgegriffen. Doch das Schlimmste: Sie hat ihr Gedächtnis verloren. Sie kann sich an nichts erinnern, nicht an die Ereignisse der letzten Tage, noch nicht einmal an ihre Familie. Im Krankenhaus erfährt sie, dass sie vor 4 Tagen verschwunden ist, doch nicht allein. Auch ihre beste Freundin Cassie ist verschwunden.  Während Sam aber wieder in ihren Alltag zurückkehrt und versucht, sich zu erinnern, ist und bleibt Cassie verschwunden. Und langsam kommt Sam ein Verdacht. Was, wenn Cassie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist? Die einzige Lösung ist es, sich zu erinnern ...

Gestaltung:
Mir gefällt das Cover sehr gut, die Blume in der Mitte, die so verschwommen ist, finde ich unheimlich schön. Dazu noch dieser eher unheimliche schwarze Rand, und zusammen ergibt das ein ganz typisches Thriller-Cover.

Story:
Wenn man einen Thriller zur Hand nimmt, dann will man vor allem eines: Spannung pur! Und glücklicherweise liefert „Dreh dich nicht um“ auch jede Menge Spannung, sodass man das Buch gar nicht mehr beiseitelegen kann.
Direkt am Anfang wird Samantha ohne Gedächtnis in der Nähe eines Waldes aufgegriffen, und die Tatsache, dass sie ihr Gedächtnis verloren hat, sorgt eigentlich schon für die gesamte Spannung in dem Buch. Denn ihre beste Freundin wird immer noch vermisst, und da fragt man sich direkt: Was ist da passiert? Das einzige, was man weiß, ist, dass Samantha die letzte Person war, die bei Cassie war. Doch Sam kann sich leider nicht erinnern und das macht so ziemlich alles möglich. Man fragt sich natürlich die ganze Zeit, wer Cassie etwas angetan haben könnte. Und man verdächtigt wirklich fast jeden, was richtig spannend ist! Noch nicht mal die Protagonistin selbst, also Sam, kann man bei seinen Verdächtigungen ausschließen, da sie sich ja nicht erinnert, und das ist richtig genial! Man hat wirklich keine Ahnung, und am Ende, wenn man dann die Auflösung bekommt, ist man wirklich unheimlich überrascht! Das fand ich an dem Buch am besten: Das Ende habe ich nicht kommen sehen. Natürlich gab es Hinweise, aber die hätte ich niemals zu so einer Lösung zusammengesetzt. Genial!
Der Gedächtnisverlust von Sam führt auch dazu, dass sie Halluzinationen bekommt, die ihr langsam ihre Erinnerungen zurückbringen. Und diese waren geradezu gruselig und haben richtig für Gänsehaut gesorgt, also nochmals für Spannung.

Neben der Frage, was mit Cassie passiert ist, gibt es in dem Buch noch allerlei Highschool-Drama, inklusive einer Liebesgeschichte natürlich. Die Mischung von Thriller und Lovestory ist dabei viel besser gelungen als erwartet. Ich dachte erst, das passt vielleicht nicht zusammen, aber doch, es passt :)

Charaktere:
Das besondere bei den Charakteren ist hier, dass man alle irgendwie verdächtigt, sogar die Protagonistin. Trotzdem fand ich viele Figuren sympathisch, wie zum Beispiel Scott, Sams Bruder, seine Freundin Julie, und natürlich Sam selbst.
Sam macht eine unglaubliche Entwicklung durch: Da sie sich an nichts erinnern kann, kann sie sich auch nicht wirklich an ihre Persönlichkeit erinnern. Aber man erfährt recht schnell, dass sie früher eine echte Zicke war, doch nach dem Vorfall ist sie richtig nett und einfach sympathisch. Eine super Entwicklung also!

Schreibstil:
Ich liebe den Schreibstil von Jennifer L. Armentrout!! Schon bei „Obsidian“ war ich begeistert, und jetzt schon wieder. Sie schreibt einfach locker leicht und so, dass man immer weiterlesen will.

Fazit:
Wer Jugendthriller mag, sollte „Dreh dich nicht um“ auf gar keinen Fall verpassen. Das Buch ist unheimlich spannend und super geschrieben, die Thematik ist interessant und die Charaktere sind sympathisch, und trotzdem kann man niemandem vertrauen. Ich kann es nur empfehlen!

Erschienen bei Heyne

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Autorin / Autor: moony - Stand: 26. Mai 2014
 
 
 

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