Die Oberfläche des Glücks

Autorin: Claire Kells

Inhalt:
Eigentlich wollten Avery und Colin die Feiertage bei ihren Familien verbringen. Damit, dass das Flugzeug, das sie dort hinbringen soll, abstürzt hat keiner der beiden gerechnet. Zusammen mit einer Schwangeren und drei kleinen Jungen, die sie gemeinsam retten konnten, müssen sie in den Bergen inmitten von Schneestürmen und anderen ungünstigen Lebensbedingungen um ihr Leben kämpfen.

Meine Meinung:
Anfangs musste ich mich erst an den rasanten, nüchternen, aber trotzdem sehr bildlichen Schreibstil gewöhnen. Nach einigen Kapiteln allerdings hatte ich mich damit angefreundet und ich begann damit, ihn wirklich zu genießen.

Avery und Colin, die beiden Hauptcharaktere sowie die drei kleinen Jungen, Tim, Liam und Aayu waren mir sofort sympathisch. Im Gegensatz zu manch anderen Büchern war es hier auch nicht schwer ihre Namen auseinanderzuhalten, weil man genügend Informationen über sie erhielt und diese damit verknüpfen konnte.

Besonders gut hat mir außerdem gefallen, dass das Buch spannend und gleichzeitig berührend war. Eine absolut bezaubernde Mischung, die man, zumindest ich, viel zu selten in die Hände bekommt. Die genauen Beschreibung, vor allem der Ereignisse vom Kampf ums Überleben, gaben dem Ganzen eine besondere Spannung und banden einen in die Geschichte mit ein, sodass man sich selbst wie ein Teil davon fühlte. Zudem konnte man sich die Umgebung immer gut vorstellen und die Handlungen und Gedanken nachvollziehen, weil die Autorin viel be- und umschrieb, argumentierte, aber auch dazu einlädt, selbst weiter- und mitzudenken und sich etwas vorzustellen.

Das Buch lässt sich an sich schnell lesen, trotzdem kam ich nicht all zu rasch voran, weil ich viel darüber nachdachte, was ich an Averys Stelle machen würde. Ein beklemmendes Gefühl wurde ich während der gesamten Geschichte nicht los.

Man kann "Die Oberfläche des Glücks" nicht mehr aus der Hand legen, wenn man es einmal begonnen hat. Es wird ständig, größtenteils kapitelweise mit Rückblenden gearbeitet. Möchte man also wissen, wie Averys Leben nach dem Ereignis weitergeht, muss man erst das Kapitel dazwischen lesen und umgekehrt. Dadurch motiviert man sich selbst noch schnell ein weiteres Kapitel zu lesen.

Die häufigen Rückblenden wirken möglicherweise auf den ersten Blick etwas verwirrend, ich persönlich hatte damit aber keine Probleme, genoss sie im Gegenteil sogar sehr. Durch das gesamte Buch zieht sich außerdem eine zarte Liebesgeschichte. Avery muss sich dabei zwischen Lee, ihrem Freund und Colin entscheiden. Ich hätte ihr am liebsten manchmal einfach zugeflüstert für wen sie sich am besten entscheiden sollte, weil sie in dieser Beziehung doch sehr engstirnig war.

Das Buch beinhaltet ein Auf und Ab der Gefühle, gerade weil die Geschichte so realistisch wirkt. Man fiebert mit, macht sich Sorgen, hofft, dass alle überleben und möchte manchmal gar nicht glauben was Avery und den anderen alles Schreckliches zustößt.

Rundum eine gelungene Geschichte mit wundervoller Umsetzung und somit bis jetzt eines der Jahreshighlights 2016.

Erschienen bei INK

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Autorin / Autor: cisciscis - Stand: 22. September 2016
 
 
 

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