Die Macht des Schmetterlings

Autor: Matt Dickinson

Matt Dickenson bringt in „Die Macht des Schmetterlings“ die Kraft eines kleinen Wesens faszinierend zum Ausdruck.

Der Chaostheorie zufolge kann der Flügelschlag eines Schmetterlinges am anderen Ende der Welt einen Tornado auslösen. Und so beginnt das bunte Treiben morgens in einem kleinen Ort in England: Ein Schmetterling schlägt mit den Flügeln, woraufhin ein Hase zwischen die Beine eines Pferdes gerät, welches sich verletzt. Daraufhin gewinnt ein anderes Pferd beim Pferderennen, sodass ein Vater namens Dean, der auf dieses gewettet hat, seiner Tochter Sophie Luftballons kauft, welche sie loslässt und die in die Triebwerke eines Flugzeuges geraten...

„Die Macht des Schmetterlings“ verdeutlicht die Chaostheorie sehr gut. Eine kleine Änderung kann unvorhersehbare Auswirkungen haben. Die Idee, die der Autor hier aufgreift und umsetzt ist meiner Ansicht nach sehr spannend. Die einzelnen Handlungsstränge sind jedoch unterschiedlich interessant, während der Junge in Malawi, Ostafrika, mich sehr interessierte, gefielen mir die Passagen über die beiden verantwortungslosen Jungen Will und Jamie beispielsweise weniger.

Schade ist, dass die Spannung des Themas nicht ausgereizt werden kann, aufgrund des Aufbaus des Buches. Jedes Kapitel ist ungewöhnlich kurz mit jeweils eineinhalb Seiten, wobei die erste Seite jeweils von einer sehr großen Überschrift geprägt ist. Kurze Kapitel können als spannungsfördernd empfunden werden, doch sollte meiner Ansicht nach ein Kapitel doch einige Seiten beinhalten, da sonst durch die permanente Unterbrechung der Lesefluss gestört wird und man keinerlei Beziehung zu den handelnden Personen aufbauen kann.

„Die Macht des Schmetterlings“ bietet ein Buch zum Nachdenken, da jede Handlung Konsequenzen hat, die nicht immer absehbar sind. Wer sich für so etwas begeistern kann und sich an den kurzen Kapiteln nicht stört, könnte hier einen schönen Roman finden.


Erschienen bei: Baumhaus

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Autorin / Autor: mell - Stand: 22. Juli 2013