Cold Fury

Autorin: T. M. Goeglein

Ihr Name ist Sara Jane und sie wurde eben erst süße sechzehn. Ihre Probleme übertreffen nie das Level des „Ich habe keinen Partner für den Abschlussball“ oder „Meine Nase ist so schrecklich“. Bis zu einem bestimmten Tag.
Sowohl ihre Eltern als auch ihr kleiner Bruder Lou verschwinden plötzlich und Sara Jane weiß nicht mehr, wem sie trauen kann. Welches Geheimnis hat die Familie? Wieso findet sie einen Koffer mit 96.000 Euro, einer Waffe und einem geheimnisvollem Notizbuch, das fast auseinanderfällt? Sie hat nur ein Ziel: Ihre Familie finden.

Meine Meinung
Das Cover finde ich wirklich hübsch, auch wenn es mich ziemlich nervt, wenn man nur ein Gesicht auf das Cover klatscht und es noch ausschmückt. Das ist irgendwie total billig und so gewöhnlich. Aber wenn man das Buch umdreht, sieht man die hübsche Skyline von Chicago. Alles in allem mag ich das Cover - nur das Gesicht ist so gewöhnlich. Außerdem beschreibt Sara Jane ihre Nase als Hexennase, das Gesicht ist aber richtig hübsch.

Die Hauptprotagonistin Sara Jane wird als gewöhnliches und einfaches Mädchen beschrieben, aber das ist sie ganz und gar nicht. Okay, möglicherweise ist sie nicht sehr beliebt in der Schule, aber wer hat schon ab sechs Jahren Boxunterricht, besitzt einen Koffer mit Geld, einer Waffe und einem geheimnisvollem Notizbuch (die Sachen findet sie zwar später, aber es geht ums Prinzip) - sie ist wirklich unglaublich. So stur, stark (physisch wie mental), gefährlich (wegen der kalten blauen Flamme, die sie in sich bei brenzligen Situationen findet) und amüsant wie sie ist, macht sie es zu einem unglaublich anspruchsvollem Charakter, den ich sehr gerne habe.
Aber ich an ihrer Stelle würde mich entweder Sara oder Jane nennen, beides ist doch viel zu lange zum Aussprechen. ("Nein Sara Jane, tu das nicht!"; wisst ihr, was ich meine?)

Ach ja, eines möchte ich noch hinzufügen: Spätestens nach den ersten 50 Seiten wird einem klar, welches "Geheimnis" die Familie Rispoli hat. Das ist etwas klischeehaft, aber ich kann nicht verstehen, wieso Sara Jane so lange braucht, um das herauszufinden. Das liegt doch auf der Hand! :D Der Schreibstil hat mir gut gefallen - er war flüssig und leichtfüßig, sodass man wirklich einfach von Kapitel zu Kapitel lesen konnte.
Das Buch ist in einer Art Tagebuch verfasst, was man eigentlich gar nicht merkt. Erst ganz am Ende wird das deutlich. Der Anfang war etwas langsamer, aber gestört hat mich das, ehrlich gesagt, gar nicht. Ich meine, die Handlung kann ja nicht sofort in die Geschichte hineingeballert werden.

Bei den Charakteren habe ich oben nur Sara Jane genauer beschrieben, da alle anderen Charaktere eher eine Nebenrolle gespielt haben. Und diese fand ich auch ziemlich cool, sowohl Onkel Buddy als auch Taylor, von dem ich hoffe, dass er im Folgeband auch vorkommt. ;)

Ich vergebe 5 von 5 Herzchen, eine totale Leseempfehlung! :)

Erschienen bei: Heyne fliegt

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Autorin / Autor: missunberechenbar - Stand: 24. September 2013