Brudergeheimnis

Autor: Emiel de Wild
übersetzt von Rolf Erdorf
ab 12 Jahren

In diesem Buch geht es um Juri und seine Familie. Zu Anfang wird er zu seiner Oma Bos gebracht, aber niemand erklärt ihm wieso. Weil sein älterer Bruder Stefan nicht mitdarf, was ihm mit der Zeit verdächtig vorkommt, da sie normalerweise fast alles gemeinsam unternehmen, beginnt er ihm Briefe zu schreiben. Er erhält jedoch keine Antwort darauf und auch auf seine Anrufe reagiert er nicht.
Einige Zeit später wird er von seiner Mutter abgeholt, sie aber bringt ihn zu ihrem neuen Haus, denn seine Eltern sind während seiner Abwesenheit umgezogen, in dem es kein Zimmer für Stefan gibt. Während Juri ihm weiterhin Briefe schreibt und mit seiner neuen Freundin Lonneke versucht herauszufinden, wo sich sein Bruder befindet, möchten seine Eltern nicht, dass über Stefan gesprochen wird, denn sie meinen, nur noch einen Sohn zu haben. Aber was hat Stefan Schlimmes getan, dass seine Eltern keinen Kontakt mehr zu ihm haben wollen und ich sogar verleugnen?

Meine Meinung zur Aufmachung und Gestaltung des Buches
Der Klappentext und die Covergestaltung haben mich sofort angesprochen, die Aufmachung der ersten Seiten mich wiederum leicht abgeschreckt. Meist lange Briefe, wenige Absätze und schier endlos lange Kapitel in denen mehrere Briefe scheinbar wahllos nach Verfassungsdatum zusammengefasst sind.
Als ich dann die wenigen Bilder gesehen habe, die den Text der Briefe perfekt ergänzen, war ich glücklich, diese liebevolle Sammlung aus Briefen, Notizzetteln und einigen anderen Bildern in meinen Händen halten zu dürfen. Und so begann ich mit gemischten Erwartungen und Gefühlen das Buch zu lesen.

Meine Meinung zum Inhalt:
Der Inhalt allerdings hat mich über alle Mängel hinwegsehen lassen. Er hat mich dermaßen beeindruckt, dass ich diese sicher vergessen hätte, hätte ich mir nicht schon im Vorhinein Notizen zu meiner Meinung dazu gemacht.
Nachdem ich den Klappentext am Buchrücken gelesen hatte hätte ich zwar eine etwas andere Geschichte erwartet, jedoch hat mir diese nicht minder gut gefallen.
Die Briefe sind zum Großteil von Juri geschrieben und der Autor Emiel de Wild hat es geschafft, diese in einem Sprachstil zu verfassen, der dem eines 11- bzw. später im Buch 12- oder 13-jähriger Jungen entspricht.
Durch den Text erhält man einen tiefen Einblick in seine Emotionen, die von Wut bis zu grenzenloser Liebe seinem älteren Bruder gegenüber reichen.

Mit Spannung erwartete ich die finale Auflösung, obwohl ich Teile dieser schon vorhersehen konnte, trotzdem war ich am Ende überrascht und auch geschockt von der erschütternden Wahrheit hinter der Geschichte. Allerdings taucht man mit einem warmen Gefühl ums Herz aus der Geschichte auf, trotz des ernsten Themas, welches das Buch behandelt. Während die Geschichte immer weiter voranschritt entwickelte ich eine Antipathie gegen Juris Mutter und das ist bei mir etwas sehr Positives, denn meistens lese ich ein Buch, ohne dass mir die Charaktere in irgendeinem Sinn ans Herz wachsen oder ich irgendwelche Gefühle für sie entwickle, bei diesem Buch war das Gegenteil der Fall, was mir persönlich vor Augen führt, dass die Personen authentisch auf mich wirkten.

Fazit
Das Buch zeigt, dass Geheimnisse manchmal mehr zerstören können als die Wahrheit und dass man jeder Person eine zweite Chance geben oder sich zumindest ihre Sicht anhören sollte. Der Schreibstil ist flüssig und gefühlsvoll, man kann Juris Wut und Liebe zwischen den Zeilen der Briefe an seinen Bruder erahnen.
Man hat das Buch schnell durchgelesen, es hat nicht viele Seiten, aber jede dieser Seiten ist sinnvoll genützt und strukturiert, und obwohl mich das am Anfang eher abgeschreckt hat war ich am Ende froh darüber, dass ich dadurch länger an dieser wundervollen Geschichte lesen konnte.

Sterne
Die Geschichte erhält von mir 4 ½ von 5 Sternen mit Tendenz zu vollen 5 Sternen, weil der Inhalt und auch der Schreibstil mir gut gefallen haben und es vor allem eine wunderschöne Aussage hatte, die es noch dazu gut vermittelte. Ich werde sicherlich noch einige Male vor meinem Bücherregal stehen, das von außen eher unscheinbare, dünne Buch betrachten und an die emotionale sowie berührende Geschichte denken, die dieses in sich birgt.

Erschienen bei Verlag Freies Geistesleben

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    Autorin / Autor: CisCisCis - Stand: 17. Mai 2016
     
     
     

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