Die Bewerbungsmappe

Ein paar Regeln

  • Eine vollständige Bewerbungsmappe enthält den Lebenslauf mit Foto und die Kopien des Abschlusszeugnisses sowie den Praktikumsbescheinigungen.
  • Das Foto sollte am besten von einer/ einem FotografIn gemacht sein und dich in seriöser Kleidung zeigen. Dein Foto vermittelt den ersten Eindruck und kann eventuell der entscheidende Grund sein, warum du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst oder nicht.
  • Häufig wird auch eine farbige Mappe empfohlen, da sie der Leserin / dem Leser schneller ins Auge fällt. Aber es gibt kaum allgemeingültige Rezepte, mit einer farbigen Mappe kann man bei manchen auch daneben liegen!
  • Keinesfalls sollte man jedes Blatt in eine eigene Klarsichtfolie stecken, da es beim Blättern stört und völlig unökologisch ist.
  • Das Bewerbungsschreiben liegt ungeheftet oben auf.
  • Viele, vor allem größere Unternehmen, möchten, dass Bewerbungen online abgegeben werde. In der Regel findest du in der Stellenausschreibung, ob sie deine Bewerbung per E-Mail, in einem Onlineformular oder per Post haben möchten. Wenn du keine Angaben dazu findest, ruf einfach den oder die angegebene AnsprechpartnerIn an oder frage höflich per E-Mail nach.
  • Für eine Online-Bewerbung für eine Ausbildung oder für einen Dualen Studienplatz solltest du deine Bewerbung von einer seriösen E-Mail-Adresse mit Vorname.Nachname@provider.de (z.B. gmx.de, web.de, aol.com oder t-online.de) aus senden. Da viele Firmen Webadressen, die sie nicht kennen per Spamfilter aussortieren, kann es sein, dass deine E-Mail nicht ankommt. Gib auch schon in deiner E-Mail deine Kontaktdaten an, dann können dich die Personalverantwortlichen schnell kontaktieren, ohne die Anhänge öffnen zu müssen.
  • Wird eine Bewerbung per Onlineformular verlangt, musst du deine Angaben in eine Eingabemaske eingeben: Zum Beispiel: schulische Stationen, Kenntnisse und Fähigkeiten. In Feldern mit freier Texteingabe musst du dann Antworten auf dort gestellte Fragen eintippen.
    Wenn du dir deine Antworten vorher in einem Textverarbeitungsprogramm aufschreibst und dort auf Rechtschreibung, Grammatik und Ausdruck hin korrigierst, passieren dir während der Online-Eingabe nicht so viele peinliche Fehler.

Das Anschreiben

Das Anschreiben ist deine Möglichkeit auf dich aufmerksam zu machen. Standardformulierungen wie ‚hiermit bewerbe ich mich’ und ‚über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch’ solltest du auf jeden Fall vermeiden. Die Leserin / der Leser deiner Bewerbung hat diese Sätze schon hundertmal gehört und wird so nicht auf dich neugierig gemacht.
Versuche auf jede in der Anzeige genannte Anforderung einzugehen und hebe hervor, warum gerade du für diese Stelle die Richtige bist.
Deine Bewerbung ist deine Visitenkarte und du musst dich von den anderen BewerberInnen abheben.

Dennoch hat sich die Gliederung in folgende Unterpunkte als sinnvoll erwiesen:

  • Einleitung - Grund der Bewerbung (Stellenanzeige, Telefonat, Initiativbewerbung)
  • Persönliche Vorstellung - aktuelle Position oder welche Schule du gerade besuchst
  • Warum bist gerade du geeignet - Anforderungen in der Anzeige, die du erfüllst oder wie du auf diese Firma gekommen bist
  • Schluss - ab wann bist du frei

Der Lebenslauf

Der Lebenslauf sollte lückenlos und in tabellarischer Reihenfolge (es sei denn, es ist ausdrücklich anders gefordert) sein und in der Zeit ‚rückwärts’ gehen. Durch Überschriften kann man den Lebenslauf ordentlich und übersichtlich gestalten. Sinnvoll wäre folgende Strukturierung:

Überflüssige Informationen

Informationen wie 'Beruf der Eltern' oder 'Familienstand: geschieden' interessieren nicht und sollten weggelassen werden.

1. Persönlichen Angaben
2. Beruflicher Werdegang (bzw. praktische Erfahrung)
3. Schulische Ausbildung
4. Zusätzliche Qualifikationen (wie Fremdsprachen oder berufsrelevante Zusatzkenntnisse)
5. Hobbys

Beispiel für einen Lebenslauf

Autorin / Autor: Sandra Schmitz - Stand: aktualisiert im April 2015