5 Tage im April

Autor: Christoph Marzi

Nach dem tragischen Unfall seiner Mutter macht Jack sich auf den Weg nach Seals Head Harbor um eine Nachricht unbekannten Inhalts zu bringen, in der Hoffnung, dass sie etwas mit seinem Vater zu tun hat. Doch er scheint kein Fremder in dem kleinen Küstenort zu sein und seine eigene Vergangenheit ist offenbar eng mit einer der mythischen Legenden dort verbunden. Am liebsten würde er schnell wieder die Flucht ergreifen, aber dann taucht plötzlich Sadie auf und sie ist vermutlich die Einzige, die ihm helfen kann die Antworten zu finden, nach denen er sucht …

Meine Meinung
Nachdem Christoph Marzi mich zweimal sehr begeistern konnte, mich aber einmal auch sehr enttäuscht hatte, war ich sehr neugierig auf sein neuestes Werk und hoffte natürlich, dass es später zu den Büchern von ihm zählen würde, die mir gefallen haben. Und obwohl die Geschichte ganz ohne phantastische Elemente auskommt und damit so ganz anders ist als das, was ich bisher von ihm kannte, ist es ihm erneut gelungen mich in seinen Bann zu ziehen. Ab einem gewissen Moment konnte ich das Buch vor lauter Spannung nicht mehr aus der Hand legen!

Jack ist ein wundervoller, sympathischer Protagonist, den man gern auf diesem faszinierenden Abenteuer begleitet und Dank der Ich-Perspektive konnte man seine Gedanken und Gefühle stets nachvollziehen. Er ist selbstbewusst, lässt sich nicht einschüchtern und lässt sich selbst von so einem Schicksalsschlag wie dem schweren Unfall seiner Mutter nicht unterkriegen.
Gemeinsam mit ihm versucht man herauszufinden, warum einige Leute aus dem Küstenort ihn bereits zu kennen scheinen, was einem manchmal eine richtige Gänsehaut beschert, und inwieweit seine Vergangenheit mit Seals Head Harbor verknüpft ist. Viele Hinweise ergeben erst zum Ende hin plötzlich Sinn und bis dahin kann man nur spekulieren.

Neben all diesen Mysterien gibt es natürlich auch eine kleine Liebesgeschichte, die einem richtig ans Herz geht und für eine Prise Romantik sorgt. Sadie und Jack sind sich vom ersten Moment an zugeneigt, aber nicht sofort bis über beide Ohren verliebt, sodass sie erst mit der Zeit echte Gefühle füreinander entwickeln, was ihre Beziehung glaubwürdiger macht.

Das Ende selbst ist außerdem ebenfalls sehr bewegend, emotional und wer nah am Wasser gebaut ist, wird sicher auch ein paar Tränen nicht zurückhalten können. Auf ein Happy End sollte man also besser nicht hoffen.

Fazit
Mit 5 Tage im April hat Christoph Marzi einen fesselnden Jugendroman geschrieben, der mit tollen Charakteren, viel Spannung, interessanten Mysterien sowie einer romantischen Liebesgeschichte überzeugen kann und dabei sogar ganz ohne phantastische Elemente auskommt. Von mir gibt es daher eine ganz klare Empfehlung!

Erschienen bei Arena

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Autorin / Autor: stephie - Stand: 18. August 2014