Heart. Beat. Love

Autoren: James Patterson / Emily Raymond
übersetzt von Stephanie Singh

Als Axi ihn bittet, sie auf einen Road Trip durch die USA zu begleiten, ist Robinson im ersten Augenblick zwar etwas überrascht, da spontane Aktionen eigentlich nicht zu Axi passen, doch er kann gar nicht anders als ihre Bitte zu erfüllen. Denn Robinson liebt Abenteuer über alles und scheut weder das Risiko noch die Gefahr. Und so wundert es Axi auch nicht, dass sie sich nicht mit dem Greyhouse Bus, sondern mit einer geklauten Harley auf den Weg machen… Es ist der Beginn einer abenteuerlichen Reise, die die beiden in vollen Zügen genießen – vor allem nach dem ihnen eine unerwartete Wendung vor Augen führt, wie kostbar jeder einzelne Moment im Leben ist.

Meine Meinung
„Heart. Beat. Love“ braucht nicht lange um in Fahrt zu kommen. Ich hatte kaum angefangen zu lesen, da wurde ich bereits Zeuge, wie Axi und Robinson nicht nur eine Harley in ihren Besitz bringen, sondern auch ihre Heimatstadt hinter sich lassen. Die weiteren Seiten und Zwischenstopps fliegen wie nichts an einem vorbei, was zum einem an dem lockeren und flüssigen Schreibstil des Autors, zum anderen aber auch an den beiden Protagonisten liegt. Axie und Robinson sind ein Herz und eine Seele und zusammen einfach unschlagbar. Während ihres Road Trips kommen bei der etwas stillen und zurückhaltenden Axi immer wieder Zweifel auf, die jedoch mit einer humorvollen Bemerkung von Robinson schnell zerstreut werden. Es war wirklich schön, mit zu verfolgen wie viel Spaß und Freude sie auf ihrer Reise haben. 
Durch den einen oder anderen Hinweis habe ich bald darauf gemerkt, dass Axis und Robinsons Tour keine spontane Aktion ist, sondern insgeheim viel ernstere Gründe dahinter stecken. Diese Gründe werden nach und nach enthüllt. Ewig können sie den unangenehmen Dingen in ihrem Leben allerdings nicht entfliehen. Ihre Vergangenheit holt sie ein und ihnen bleibt nichts anderes übrig, als sich dieser zu stellen. Mit dieser Wendung habe ich wirklich nicht gerechnet. Sie hat dem Buch eine Ernsthaftigkeit verliehen, sodass von der Leichtigkeit, die einen vorher begleitet hat, einiges eingebüßt wurde.

Axi wird von Robinson scherzhaft BM (eine Abkürzung für braves Mädchen) genannt, was ihren Charakter auch am besten beschreibt. Umso verwunderlicher, dass gerade von ihr die Idee zu diesen Road Trip stammt. Weiß man jedoch über ihre Hintergründe Bescheid, kann man verstehen, warum sie sich zu diesem Schritt entschieden hat. Seit dem Tod ihrer kleinen Schwester hat sich in ihrem Leben einiges verändert. Von der glücklichen Familie, in der sie aufgewachsen ist, ist nicht mehr viel übrig. Sie hat zwar noch ihren Vater, aber dieser ist mit seinen eigenen Problemen beschäftigt.

Robinson ist eigentlich genau das Gegenteil von Axi: Abenteuerlustig, spontan und für jeden Spaß zu haben. Doch so unberechenbar er manchmal auch ist, Axi kann sich immer auf ihn verlassen. Er ist für sie da, wenn sie ihn braucht, bringt sie zum Lachen und gibt ihr ab und zu einen kleinen Schubs, damit sie nicht zu viel über dieses oder jenes nachdenkt, sondern einfach den Moment genießt. Ich konnte auf jeden Fall nachvollziehen, was sie an ihm schätzt bzw. warum gerade er ihr bester Freund geworden ist.

Es gab einige Momente zwischen den beiden, die wirklich schön waren und in denen man gemerkt hat, dass sie nicht nur eine Freundschaft verbindet. Umso trauriger haben mich die Wendung im zweiten Teil des Buches und das Ende gemacht.

Mein Fazit
Mit „Heart.Beat.Love“ erzählt James Patterson eine schöne und warmherzige Geschichte, die mehr zu bieten hat als es anfangs den Anschein hat. Herz und Seele des Buches sind jedoch die beiden Protagonisten Axi und Robinson, die vom Autor so gestaltet wurden, dass sie geradezu lebendig wirken. Sie waren mir auf anhieb sympathisch, weshalb es mir umso mehr Spaß gemacht hat, sie auf ihrem Road Trip zu begleiten und mit ihnen das große Abenteuer zu wagen. Mein einziger Kritikpunkt: Ich hätte gerne stärker mit ihnen mitgefühlt. 

Erschienen bei dtv

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Autorin / Autor: riina - Stand: 28. April 2015