DEAR GRANDMA- licht

Garagenrock mit Tiefgang, findet genna.

Erst mal das Cover. Sieht nach Berliner-Kreuzberg-Kids aus, nach meinem besten Freund und ist deswegen schon mal ein Pluspunkt. Das Bild liegt noch als Sticker mit bei, noch eine schöne Idee!

Es fällt mir schwer, dear grandma's Musik irgendwie irgendwo einzuordnen, doch ich wette, das ist gewollt. Politisch, unkorrekt, wahr, poetisch, feierlich, melancholisch, hart, weich, punkig, melodisch. Trotzig, motiviert.

Gerne würde ich der Band ein paar Fragen stellen. Wie kam es zu dem ungewöhnlichen Namen? Was sagt manch eine Songtextzeile aus, die ich einfach nicht deuten kann?

Der Track "Träumer" bewegt sich zwischen Poet und Rebell, zwischen heiter bis wolkig.

Deutlicher wird dort "industrietrümmer", irgendwie kritisch und resigniert, mal im Sprechgesang wiedergegeben, die Musik passt irgendwie zum historischen Rüblick nicht so schöner Zeiten in Filmen, wird aber zum Ende hin schwungvoll-dynamisch.

Ein atmosphärischer Song mit überraschendem Umschwung zum Schluss macht gute Laune: "Wenn die Blätter fallen". Bitter-süß!

"Resonanz" klingt anklagend. Ist es ein Apell? Tagebuchähnlich? Politisch?

Woran denken wir bein "Öttinger Spezial"? Richtig, an Bier. Und woran denke ich, wenn man von Bier singt? Ein Hinweis auf die punkige Stilmarnier.

"Wir sind Dreck" und die letzten beiden Songs gefallen mir am besten. Allgemein finde ich die instrumentale Musik sehr beachtlich :)

Lies auch das Interview mit DEAR GRANDMA

Autorin / Autor: genna - Stand: 15. Juli 2013