Die Betriebsbesichtigungen

Mit angepackt und mit Schutzbrillen und Sicherheitsschuhen durch große Hallen gewandert

Mit vielen Fragen, Neugier und Spannung haben die Schülerinnen Betriebe besichtigt und in MINT-Berufe reingeschnuppert. Dort war nicht nur gucken, sondern vor allem anfassen und selber machen angesagt.












Auch zarte Frauenhände können große Maschinen bedienen

Annemarie und Pia durften bei WP Kemper nicht nur das Lager und die riesigen Backautomaten bestaunen, sie bauten auch einen Stifthalter aus Aluminium. Mit einem CAD-Programm erstellten sie zunächst mit ihren Botschafterinnen die Zeichnungen. Anschließend ging es ans Ausmessen, Schrauben und Feilen. Mit Körner und Hammer "bewaffnet" markierten die Mädchen kleine Bohrlöcher und lernten unter Anleitung eines Industriemechanikers, wie man das Programm für die Fräse bedient. Zum Schluss mussten noch die Aluminiumplatten zusammengeschraubt werden. Schnell war klar: Das können auch zarte Frauenhände – warum auch nicht?

Keine Angst vor Blaumännern!

Und, werden Annemarie und Pia nach ihrem Betriebsbesuch jetzt lieber Industriemechanikerinnen oder Technische Zeichnerinnen? Pia kann sich nicht so ganz entscheiden und findet beide Berufe interessant: „Als Industriemechanikerin arbeitet man handwerklich und mehr mit Kollegen und im Team zusammen, wiederum als Technische Zeichnerin muss das räumliche Verständnis ebenfalls vorhanden sein, jedoch ist es nicht so körperlich anstrengend und man arbeitet eher allein“. „Für den Beruf der Industriemechanikerin sind alle zu begeistern, die gerne auch mal etwas handwerklich zur Tat schreiten wollen und vor schmierigen Händen und Blaumännern nicht zurückschrecken“ ergänzt Lena, die zusammen mit anderen Mädchen den gleichen Betrieb besucht hat. Wiebke war bei Kemper vor allem von dem guten Arbeitsklima unter den 125 Angestellten begeistert und nimmt neben ihren positiven Eindrücken auch noch einen orangefarbenen Stiftehalter mit Notizblockablage aus dem Betriebsbesuch mit.

Selber Hand anlegen

Auch bei Phoenix Contact durften die Mädchen selber Hand anlegen – und zwar an der Ausbildungs-Spritzgussmaschine. Und mit den Einkaufschip-Schlüsselanhängern, die Kim-Pauline, Nathalie und Annika an ihr produzierten, konnten sie zeigen, dass sie in kurzer Zeit schon richtig viel gelernt haben.

Beieindruckende Größen

Zu Technischen Produktdesignerinnen für einige Stunden wurden Franziska und Lorena bei ihrer Betriebsbesichtigung bei Miele, wo sie zunächst am Computer ein Mühlspiel konstruierten. Bei der anschließenden Führung kamen sich die beiden Mädchen ziemlich klein vor – weil alles um sie herum so gigantisch groß war. Auf einer Fläche, die größer als Helgoland ist, machten sie sich auf den Weg durch die Produktionshallen. „Dort haben wir unter anderem gesehen, wie eine Waschmaschine Schritt für Schritt in der Produktion maschinell oder am Fließband von Menschen angefertigt wird. Auch dies war sehr interessant zu sehen, denn die vielen Maschinen, die für die Produktion benötigt werden, wiegen meist um die 20t und sind riesengroß. Und das sind nur die Werkzeuge, die ganze Maschine ist natürlich noch viel schwerer“, berichten Franziska und Lorena.

Beeindruckende Größen - in Form von Mähdreschern und Erntehelfern – trafen Lea, Ines, Sabine und Mia bei Claas. Im Technopark durften sie dann auch mal Probesitzen. „Nur die Hupen wurden leider vorher abgestellt“ bemängelten die Mädchen hinterher mit einem Augenzwinkern. Nach einem bestandenen Test bekamen sie eine Urkunde zur Maschinenzusammensetzerin und machten es sich anschließend im kleinen Kinosaal bequem, um sich den Imagefilm von Claas anzuschauen.

Sprachenvielfalt

Bei Dresser Rand bauten die Mädchen in einer „kreativen Stunde“ die Paperschnipsel einer Turbine zusammen und bekamen alle Teile von ihrer Botschafterin Kirsten Bürkner erklärt. Bei dem Rundgang durch die Abteilungen fiel Jana-Karolin die Sprachenvielfalt auf: „In jeder Abteilung gab es Leute, die verschiedene Sprachen konnten. Meistens war Englisch und auch teilweise Spanisch dabei“.

Insgesamt haben die Mädchen viele spannende, neue Erfahrungen gesammelt und das gute Arbeitsklima der Betriebe, das Engagement der MitarbeiterInnen, das gute Essen in den Mittagspausen und die Vielfältigkeit der Berufe gelobt. Sie sind mit Schutzbrillen und Sicherheitsschuhen durch die gigantischen Produktionshallen gelaufen und haben selbst Produkte hergestellt. Sie haben neue Berufe kennengelernt und festgestellt: das könnte vielleicht auch etwas für mich sein.

Weitere Infos zum Projekt

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 25. Januar 2012
 
 
 

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