Zwischen uns die Flut

Autorin: Eva Moraal
übersetzt von Rolf Erdorf

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr. Es gibt 2 Arten von Menschen. Die „Trockenen“ sind etwas Besseres, Menschen die luxuriös leben und sicher sind. Die „Nassen“ sind für die Gesellschaft ein Nichts. Sie besitzen kaum etwas und leben in Gefahr.

Nina ist eine Trockene und die Tochter des Gouverneurs. Seit ihre Schwester Isa ertrunken ist, ist ihr Leben nicht mehr, wie es einmal war. Aus Angst, sie könnte von Terroristen oder der NATU angegriffen werden, hält sie ihre Identität an ihrer neuen gemischten Schule geheim. An dieser Schule trifft sie auf Max, einen Nassen. Sein Bruder ist ein Mitglied der NATU, eine Organisation, die sich gegen die Trockenen wehrt. Es dauert nicht lange bis Max und Nina erste Gefühle für einander entwickeln. Doch diese Liebe darf nicht sein, denn ihre Familien sind Feinde. Schon bald ist nichts mehr, wie es scheint und die beiden geraten in einen Strudel aus Lügen und Machtkämpfen. Wem können sie wirklich vertrauen und hat ihre Liebe auch nur den Hauch einer Chance?

Meine Meinung:
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch. Der Klappentext verrät noch nicht so viel über die Umstände des Buches und um was es genau geht. So richtig ergibt sich das auch erst im Laufe des Buches.

Anfangs war ich total verwirrt, weil ich mit Nassen, Trockenen und den verschiedenen Zonen noch nichts anfangen konnte und auch keine Erklärung kam, doch im Laufe des Buches wurde es dann immer klarer. Die Idee an sich mit der Überschwemmung/Flut fand ich ganz gut, doch für mich waren trotzdem noch einige bzw. zu viele Fragen offen.

Die Charaktere haben mir gut gefallen, vor allem Nina. Sie hat anfangs blind vertraut, aber später nicht ihre Augen verschlossen und auf eigene Faust gehandelt. Mehr kann ich an dieser Stelle nicht sagen, ohne etwas zu verraten.

Max hat einige Schwächen, aber trotzdem war er mir sympathisch. Er musste viel mitmachen in seinem Leben und ist als Nasser sowieso „nicht viel wert“.

Das Buch hat mich bis zum letzten Drittel total gefesselt, aber gegen Ende des Buches hat es auf einmal nachgelassen. Erklären konnte ich mir das aber nicht, denn die Ereignisse haben mich durchaus überrascht und waren auch nicht vorhersehbar.

Fazit:
„Zwischen uns die Flut“ überzeugt mit authentischen Charakteren und einer neuen Idee. Ein bisschen mehr Hintergrundwissen hätte hier allerdings nicht geschadet. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.


Erschienen bei Oetinger

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Autorin / Autor: Jessi3107 - Stand: 1. Juni 2015