Zorro Vela

Autor: Norbert Zähringer

Ein Buch, das ernste historische Fakten mit skurrilen Charakteren paart und dabei einfallsreich und glaubwürdig bleibt?! Genau das funktioniert – in „Zorro Vela“ von Norbert Zähringer. Er schafft es, DDR-Geschichte, von der Kinder stellenweise wirklich zu wenig wissen, kreativ aufzubereiten und sowohl für ältere Kinder, als auch Jugendliche und Erwachsene spannend zu machen.

Eines Tages landet bei Rene, einem begeisterten heimlichen Comicleser und Kind eines einflussreichen Mannes im Osten von Deutschland, ein Rabe auf der Fensterbank. Zu allem Überfluss beginnt er auch noch zu sprechen und überzeugt Rene von seinem Vorhaben: er muss eine Mission erfüllen, in der er eine Truppe aus Kindern zusammen sammelt, die mit ihm gemeinsam gegen nahende Außerirdische, die die Erde zerstören wollen, kämpfen soll.

Dass der Rabe Zorro Vela heißt, ebenfalls außerirdisch und ein Gestaltwandler ist, erfährt Rene recht schnell. Das ganze geplante Unterfangen ist jedoch nicht ungefährlich, denn wie erwähnt ist sein Vater ein hohes Tier unter den Grenzsoldaten, welche die Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland bewachen. Doch Rene vertraut Zorro Vela und trifft durch die Macht von diversen Portalen auf neue Freunde (auch aus Westdeutschland), wächst über sich hinaus und bereitet sich auf die nahende Bedrohung vor.

Nebenbei erfahren wir von diversen Völkern in der Galaxie, die wir auf humorvolle Weise von Zorro Vela direkt vorgestellt bekommen und erhalten einen Einblick in die damalige Lebensweise in einem geteilten Deutschland.

Anfangs dauert es etwas, bis man in der Geschichte ankommt, dann ist „Zorro Vela“ einfach witzig, spannend und sehr kreativ geschrieben.

Erschienen bei Thienemann

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Autorin / Autor: Verena T. - Stand: 14. September 2020