Wegwerfpäckchen voller Zucker

Säfte und Limonaden sind ein beliebter Durstlöscher für unterwegs. Wieviel Zucker in den kleinen Verpackungen steckt, darüber macht man sich häufig gar keine Gedanken.

Was die meisten wohl schon ahnen, aber gerne mal verdrängen, bestätigt jetzt eine Studie der Verbraucherzentrale NRW: Viele Erfrischungsgetränke, die im Supermarkt oder Kiosk gegen den schnellen Durst verkauft werden, enthalten viel zu viel Zucker, um als harmloser Durstlöscher für zwischendurch zu gelten. Das ist besonders fies, da viel trinken allgemein ja als gesundheitsfördernd gilt.

Versteckter Zucker
Die Verbraucherzentrale NRW hat die Inhaltsstoffe verschiedener Erfrischungsgetränke genauer unter die Lupe genommen und die enthaltene Menge an Zucker in Würfel umgerechnet. So wird die Menge an Zucker, die man über eine Limonade oder einen Saft mal eben in sich hineinschlürft, transparent und einfacher vorstellbar. Und die Untersuchung zeigt, dass eine Limonade zum Brot in der Pause zusammen mit einem  Nachtisch danach einen schnell mal über die Tagesdosis an Zucker katapultiert, die die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt.
Laut WHO sollte Zucker nämlich nicht mehr als 10 Prozent der täglichen Energie liefern. Bei Erwachsenen sind das maximal 50 bis 60 Gramm Zucker am Tag, bei Kindern zwischen vier und sechs Jahren in etwa 30 Gramm.
Laut Herstellerangaben ist zum Beispiel schon in einem einzigen Trinkkarton des beliebten Getränks "Durstlöscher" deutlich mehr als die maximal empfohlene Tagesmenge für Kinder enthalten. Wird diese regelmäßig überschritten, kann das zu einem erhöhten Körpergewicht oder Kariesbefall beitragen und allgemein Krankheitsrisiken erhöhen.
Gerade nicht wiederverschließbare Getränke stellen eine Zuckerfalle dar. Denn alles, was nicht wieder zugedreht werden kann, muss in einem Rutsch getrunken werden. So konsumiert man schnell mal 500 Milliliter Zuckerwassser in kurzer Zeit. Trinkpäckchen, die durch wenig Gewicht als praktisches Getränk für unterwegs verkauft werden, sind dabei besonders ärgerlich, da die kunterbunten Einwegverpackungen auch noch eine Menge schwer verwertbaren Müll hinterlassen. Das bunte Design soll Kinder ansprechen, das leichte Gewicht und die angegebenen Fruchtsorten besonders Eltern ein gutes Gefühl geben. Viele Vitamine enthalten die meisten Getränke allerdings nicht.

Eine glasklare Alternative
Wer keine Lust auf versteckten Zucker, aber dennoch Durst hat, für den gibt es tatsächlich einen Ausweg: das gute alte Leitungswasser. Das wird in Deutschland nicht nur regelmäßig kontrolliert, sondern hilft immer noch am besten bei einer brennenden Kehle und sorgt für eine kräftige Gehirndurchblutung und geistige Leistungsfähigkeit.
Wenn dir stilles Wasser zu langweilig ist, empfiehlt die Verbraucherzentrale ungesüßte Frucht- oder Kräutertees und Saftschorlen im Verhältnis 1:3. Oder du peppst dein Wasser mit Fruchtstückchen, Gurkenscheiben, Kräutern oder Zitrusfrüchten auf. Gefüllt in eine wiederverwendbare Flasche aus Edelstahl oder Glas kann das nicht nur richtig schick aussehen, sondern du tust auch noch der Umwelt einen Gefallen und sparst eine überflüssige Verpackung. :-)

Quelle:

Was denkst du darüber?
Autorin / Autor: Pressemitteilung/ Karla Groth - Stand: 25. September 2019