Upcycle - 24 DIY-Designerobjekte zum Wohnen

Autorin: Rebecca Proctor

Ob Lampen aus geleimten Restholzstückchen oder Flicken-Teppiche - in diesem Buch wird beispielhaft gezeigt, dass aus vermeintlichen Abfällen oder Reststoffen besondere und individuelle neue Möbel- und Dekoelemente kreiert werden können. Gezeigt werden Arbeiten von Designern und Upcycling-Künsterl_innen, die zum Nachahmen anregen. Dazu gibt es zu jedem Beispiel auch eine kleine verständlich geschrieben und bebilderte Anleitung. Dennoch ist dies nicht unbedingt ein Bastel-Buch. Die "Reste" und Stoffe, die hier verarbeitet wurden, sind nicht immer welche, die auf der Straße herumliegen oder im Alttag anfallen. Dafür zeigt das Buch anschaulich, wie professionelle Designer_innen - etwa im Rahmen gemeinnütziger Projekte - mit Firmen kooperieren und etwa deren hochwertigen Stoffresten zu einem ebenso hochwertigen wie auch sinnvolles Zweitleben verhelfen.

Nicht alle Upcycle-Objekte überzeugen auf Anhieb. Ich frage mich schon, ob wir wirklich aus alten Plastikflaschen geformte Blumensträuße - so hübsch sie auch sind - brauchen und ob so etwas sinnvoll ist. Aber wenn man dann in Dekogeschäften sieht, wie Menschen sich tatsächlich je nach Jahreszeit mit Dekoblumen eindecken, dann kommt man schon ins Grübeln, ob so ein Pet-Blumenstrauß nicht doch die bessere Variante ist.

Die Tetrapakleuchte von Ed Chew hingegen hat mich sehr beeindruckt, denn sie ist wirklich ein Designstück, das in einem superteuren Lampenladen als Highlight herausstechen könnte und dabei in keiner Weise verrät, aus welch massenhaft anfallenden Wertstoff sie besteht. Auch das Beispiel eines Lederlabel-Teppichs (diese kleinen Lederschildchen an den Jeans) überrascht! Wer hätte gedacht, dass alte Jeansschildchen aneinander genäht so edel aussehen können. Das ist sicher kein Modell zum Nachmachen, denn wer hat schon so viele Lederlabels zur Hand (da reicht es wohl bestenfalls zu Platzdeckchen).

Insofern ist das Buch in erster Linie eines, das mit schönen Fotos kreativer Werke dazu einlädt, alte Gebrauchsgegenstände und vermeintlichen Abfall mit ganz anderen Augen zu betrachten und sich davon inspirieren zu lassen, die eigene Ex-und-Hop-Mentalität zu hinterfragen. Ob man dann persönlich wirklich alte Glasflaschen umhäkeln will, um sie als Vasen zu benutzen, ist ja jedem selbst überlassen. ;-).

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    Autorin / Autor: Sabine - Stand: 14. März 2017
     
     
     

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