The Belles - Schönheit regiert

Autorin: Dhonielle Clayton
Übersetzt von: Vanessa Lamatsch

Camelia Beaugard ist gerade 16 Jahre alt geworden und eine Belle des Königreiches Orleans. Sie gehört genau wie ihre Schwestern zu den Nachkommen der Göttin der Schönheit. Die Belles können die Menschen, die mit einem Fluch des Gottes des Himmels belegt sind, mit ihrer Arcana-Magie wieder wunderschön machen. Denn Schönheit ist für die Menschen von Orleans sehr wichtig. Sie würden jede Menge Spintras und Leas (das war früher die Währung, womit bezahlt wurde) dafür zahlen. Denn die Menschen werden als Gris geboren. Sie haben graue Haut, Haare wie Stroh und Augen so rot wie Blut und einer allumfassenden Traurigkeit, die leicht in Wahnsinn umschlägt. Nur die Belles können die Menschheit retten. Camelia und ihre Schwestern wurden zum “Beauté-Carneval” der alle drei Jahre stattfindet, in die Hauptstadt des Königreichs gebracht. Dort sollen alle Belles ihr Können zeigen. Nur eine kann die Favoritin, die Beste und schönste Belle des Königreichs werden. Camelia wünscht sich nichts anderes, als Favoritin zu werden, was ihr aber anfangs nicht gelingt. Erst als Ambra, die eigentliche Favoritin, des Königreichs verwiesen wird, bekommt Camelia eine zweite Chance. Sie merkt zu spät, dass Schönheit nicht alles ist. Sie findet immer mehr Geheimnisse und Intrigen heraus. Sie weiß nicht, was sie machen soll. Camelia hat niemanden, dem sie vertrauen kann. Sie lernt den Sohn des Meeresministers Auguste Fabry kennen und fängt an, sich in ihn zu verlieben. Obwohl es den Belles untersagt ist. Kann Camelia Auguste vertrauen, oder was spielt er für ein Spiel?  Wird sie die Tradition der Belles fortführen? Erst als sie dem Tod knapp entkommt, trifft sie eine Entscheidung, sie will der Königin helfen -  um jeden Preis. Denn das Schicksal der Belles und der Bewohner von Orleans liegt in ihren Händen.

Meine Meinung
Die Geschichte ist aus der Sicht der Protagonistin Camelia geschrieben. Ich persönlich fand sie am Anfang sehr verbissen, selbstsicher und sehr ehrgeizig. Sie weiß, was sie will, nämlich Favoritin werden. Wenn man die Geschichte genauer liest, erfährt man aber auch, warum sie so ist. Sie wurde ausgebildet, um Favoritin zu werden und besser als alle anderen Belles zu sein. Ich merkte aber auch sehr schnell, wie naiv und leichtgläubig sie ist. Aber im Laufe der Geschichte ändert sich das. Camelia fängt an, misstrauisch zu werden, rebelliert und hinterfragt alles, was sie machen soll. Ihre Persönlichkeit wird immer stärker und selbstbewusster.
Ihre Schwestern sind auch als sehr schöne Nebencharaktere dargestellt. Jeder der Belles ist anders, und sie passen perfekt in ihre Rollen hinein. Bei den beiden Charakteren Prinzessin Sophia und dem jungen Auguste Fabry konnte man am Anfang nicht so leicht erahnen, ob sie Camelia Gutes oder Böses wollten.

Das Ende fand ich leider etwas zu schnell, denn eigentlich gibt es kein richtiges Ende. Da es wohl einen zweiten Teil geben wird, hoffe ich, er geht genauso spannend weiter wie der erste Teil. Ich möchte nämlich gerne erfahren, ob es ein Happy End für alle gibt. Ich freue mich schon drauf. Das Thema das Dhonielle Clayton in dieser Geschichte aufgegriffen hat, ist heute eigentlich immer noch aktuell. In dieser Geschichte schafft die Magie die Schönheit, und im heutigen Leben lässt man sich mit Botox aufspritzen oder geht zum Schönheitschirurgen. Und das ist heute genau wie in der Geschichte auch beschrieben schon ziemlich beängstigend, was die Menschen für Geld alles an sich machen lassen. Oder wie sagt ein Sprichwort: “Wer schön sein will, muss leiden.“
Das Cover des Buches und die Buch-Innenseiten finde ich sehr schön gestaltet. Das Buch ist mit zwei Einbänden gestaltet. Ein Cover zeigt die dunkelhäutige Belle, die ein mit Ranken besetztes Kleid trägt und das andere Cover ist ein durchsichtiger Umschlag mit den Belle Rosen. Aber nur zusammen sieht es perfekt aus.

Fazit
In „The Belles Schönheit regiert" geht es fast nur um das Thema Schönheit. Es gibt Stellen im Buch, die faszinierend und zugleich erschreckend und traurig sind. Ich finde es faszinierend, wie es den Belles gelingt, die Menschen so zu erschaffen, dass sie zufrieden sind, erschreckend welche Intrigen entstehen, um an die Macht zu kommen. Und traurig finde ich, was mit Camelia und ihrer Schwester Ambra passiert. Eine sehr schöne Geschichte, in der es auch an Liebe nicht fehlt. Ich kann jedem das Buch weiter empfehlen, der sich für das Thema Schönheit interessiert. Bitte nicht nachmachen. 

Erschienen bei PLANET!

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Autorin / Autor: sarah15 - Stand: 26. März 2019