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Studie: Wissen, das abgefragt wird, bleibt besser im Gedächtnis

Es gibt ja viele verschiedene Lerntechniken: Die eine liest sich selbst laut vor, die andere schreibt sich eine Zusammenfassung auf, wieder andere brauchen absolute Ruhe und pauken einfach, bis der Kopf raucht… Vermutlich lassen sich die meisten von euch außerdem von jemandem abfragen, gerade bei blöden Lateinvokabeln. ;) Es könnte sinnvoll sein, das Gelernte auch einmal schriftlich zu überprüfen: Eine Forschergruppe der amerikanischen Rice University hat jetzt festgestellt, dass gelernte Inhalte besser „hängen bleiben“, wenn sie schriftlich abgefragt wurden. Und das unabhängig vom Alter der Lernenden.


Besser lernen mit Tests
Die Wissenschaftler wollten wissen, ob das Lernsystem am College – mit regelmäßigen Tests – vielleicht auch für Menschen nützlich wäre, die nicht mehr studieren. Das untersuchten sie anhand von jeweils 60 Studenten und 60 arbeitenden Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren sowie 60 weiteren Nicht-Studenten zwischen 55 und 65 Jahren. Diese bekamen Texte zu vier Themen (Tsunamis, Gürteltiere, das menschliche Herz und Schwarze Löcher) und sollten sie 15 Minuten lang durcharbeiten. Die etwas seltsam anmutende Themenzusammenstellung diente dazu, auszuschließen, dass z.B. Studenten bestimmter Fächer Vorteile hätten. Mit ein paar kleinen Matheaufgaben wurden sie danach vom Gelernten abgelenkt und sollten dann zu jeweils zwei Themen einen Multiple-Choice-Test bearbeiten. Nach dem Test wurde ihnen mitgeteilt, wie viele Fragen sie richtig beantwortet hatten. Das Ganze wurde dann mit den beiden Themen, die nicht abgefragt worden waren, wiederholt. Dieses Mal folgte aber kein Multiple-Choice-Test, sondern eine schriftliche Prüfung zu allen vier Themen. Ein Teil der Probanden schrieb diese Prüfung direkt im Anschluss an den zweiten Lerndurchgang, der andere erst zwei Tage später.
Wie zu erwarten war, schnitten die Teilnehmer besser ab, die direkt am gleichen Tag getestet wurden. Allerdings waren sowohl bei ihnen als auch bei denjenigen, die zwei Tage Pause machten, die Ergebnisse bei den zwischendurch schon einmal überprüften Themen besser. Der kurze Multiple-Choice-Test hatte offenbar dazu geführt, dass die Inhalte besser im Gedächtnis blieben als beim reinen Lesen.

Jung und Alt profitieren
Besonders interessant für die Wissenschaftler war die Tatsache, dass die Methode auch bei den älteren Teilnehmern funktionierte. Die Studenten kannten ja die Situation, ihr Wissen immer wieder abzufragen, und auch bei den jüngeren Arbeitenden lag das zumindest noch nicht allzu lange zurück. Aber im Arbeitsalltag kommt so eine Situation doch selten vor – man muss natürlich auch immer dazulernen, aber normalerweise einfach „vom Papier“. Den Ergebnissen zufolge wäre es wohl sinnvoll, sich gegenseitig zu testen oder zu schauen, ob es vielleicht z.B. im Internet entsprechende Wissensquizze gibt.

Regelmäßige Vokabeltests vor Klausuren dürften demnach auch durchaus sinnvoll sein. Auch wenn Schüler sie blöd finden. ;) Beim Lernen zu Hause könntet ihr ja mal ausprobieren, ob es nützt, wenn ihr euch beispielsweise in Gruppen zusammentut, die sich dann gegenseitig kleine Multiple-Choice-Tests stellen. Einen Versuch ist es wert, oder?

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Autorin / Autor: Redaktion / Pressemitteilung - Stand: 18. März 2013
 
 
 

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