Das Streben nach Glück...

...macht auch nicht glücklich. Am 20. März ist der Internationale Tag des Glücks

Am 20. März ist nicht nur der kalendarische Frühlingsanfang, sondern es ist auch der internationale Tag des Glücks.

Das Streben nach Glück liegt einer Vielzahl menschlicher Aktivitäten - vermutlich auch den unschönen - zugrunde. Aber was nun glücklich macht, darüber gehen die Meinungen noch immer stark auseinander. Geld? Liebe? Unabhängigkeit? Sicherheit? Macht? Erfolg? Zusammenhalt? Schokolade? Weil glückliche Menschen sich vermutlich weniger häufig gegenseitig die Köpfe einschlagen, befassen sich auch Forscher_innen aller möglichen Fachrichtungen mit dem Thema: Was macht Menschen glücklich? Wie kann man Glück herbeiführen und fördern? Es gibt eine Unmenge an Studien, in denen diverse Glücksfaktoren herauskristallisiert wurden. So braucht es zum Glücklichsein etwa liebevolle soziale Beziehungen, psychische und physische Gesundheit, eine bestimmte innere Einstellung, persönliche Freiheit, eine befriedigende Tätigkeit und natürlich müssen die Grundbedürfnisse (Essen, Trinken, Schlafen) befriedigt werden und eine gewisse finanzielle Sicherhet gegeben sein.
Manche Glücksforscher haben sogar versucht, das Glück in eine Formel zu pressen. Diese kann dann wirklich komplizierte Formen annehmen oder aber ganz simpel daher kommen, wie diese hier: Glück = 1/3 Haben + 1/3 Lieben + 1/3 Sein (Jan Delhey). Wem es hilft!?

Streben nach Glück macht nicht glücklich
Das Streben nach Glück führt einer aktuellen Studie zufolge übrigens nicht zum Glück. Wer zu viel Zeit darauf verschwendet, zu überlegen und zu erreichen, was ihn glücklich machen würde, wird dabei nicht froh. Glücklicher sind da möglicherweise die, die feststellen, bereits glücklich zu sein. Sie haben Zeit, ihr Glück zu genießen, da sie nicht irgendwelchen (unrealistsichen) Zielen hinterherhecheln müssen. Ob das der Grund ist, warum die Finnen trotz ihrer dunklen Winter so glücklich sind?

Laut dem aktuellen World Happiness Report ist Finnland nämlich mal wieder Spitzenreiter in Sachen Glück. Bereits seit vielen Jahren belegt das Land stets den ersten Platz im Glücksranking. Deutschland liegt auf Platz 16 von 155 beteiligten Nationen - auch nicht schlecht!

Glück ist ein grundlegendes menschliches Ziel
Der Internationale Tag des Glücks geht auf einen Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom  28. Juni 2012 zurück. Seither sind die Mitgliedstaaten aufgefordert, mehr dafür zu tun, dass sich der Zustand vom Glück überall auf der Welt vermehrt (auch wenn dieses Bestreben derzeit kaum erkennbar ist). In der UN-Resolution heißt es, Staaten sollten sich in ihrer nationalen Politik von dem Bewusstein leiten lassen, "dass das Streben nach Glück ein grundlegendes menschliches Ziel ist" und dass Glück und Wohlbefinden universelle Ziele und Bestrebungen im Leben der Menschen in aller Welt sind. Zu den erklärten Zielen gehört dabei die Beseitigung von Armut und Ungleichheit, der Schutz unseres Planeten - drei Schlüsselaspekte, die Wohlbfinden und Glück befördern können.

Ihr seid gerade kreuzunglücklich? Dann durchforstet nicht das Internet nach Glücksformeln (das Streben nach Glück hilft ja nun mal nicht), sondern versucht euch zuallererst klar zu machen, was ihr im Leben bereits Schönes habt und dann nutzt die Zeit, euch daran zu erfreuen. Ihr könnt außerdem anderen eine Freude machen oder helfend unter die Arme greifen, denn Schenken und Ehrenamt machen laut verschiedener Untersuchungen  glücklich. Oder ihr singt! Macht Sport! Geht in der Sonne spazieren! Lächelt!!! Wenn das alles nicht hilft, dann esst ein Stück Schokolade, eine Banane oder Nudeln. Diese Nahrungsmittel sollen ebenfalls die Stimmung aufhellen. ;-) Viel Glück!

Quellen:

Was denkst du darüber?

Mehr Glück auf LizzyNet

Autorin / Autor: Redaktion - Stand: 20. März 2018