Speak Up

Autorin: Laura Steven
Übersetzt von: Henriette Zeltner

In dem Buch „Speak up“ von Laura Steven geht es um die 18 jährige Izzy, die plötzlich, durch die Veröffentlichung einiger Fotos, die sie in einer eindeutigen Situation mit einem Jungen zeigen, zur Zielscheibe für einen sexistischen Shitstorm wird. Dies nimmt gewaltige Ausmaße an und Izzy beweist wahre Stärke, denn sie schafft es damit auf ihre eigene Weise zurechtkommen.
Izzy versucht nach dem Tod ihrer Eltern in ihrer Kindheit, den Schmerz mit Humor zu kaschieren. Außerdem sorgt die finanzielle Lage von ihr und ihrer Großmutter für einige Schwierigkeiten.
Das Buch zeigt, dass man mit dem Vertrauen in Menschen vorsichtig sein sollte, selbst wenn man sie seit frühster Kindheit kennt und wie gemein junge Frauen behandelt werden, im Gegensatz zu Männern, trotz gleichem Verhaltens.

Persönliche Meinung:
An sich finde ich das Buch in seiner rebellischen Ausstrahlung und mit dem humorvollen, aber persönlichen Schreibstil gelungen. Ich halte es für unglaublich wichtig, über Themen wie „Slut-Shaming“ und Diskriminierung junger Frauen und anderer zu schreiben und über den Mut und der Rebellion, die damit einhergehen (sollten). Es ist unglaublich wichtig zu sehen, wie entscheidend Rebellion ist und dass wir uns alle wehren können und stark sind. Die Stärke, die die Protagonistin verkörpert, lässt das Buch erstrahlen. Ich muss allerdings sagen, dass sich das Buch manchmal etwas in die Länge zieht, sodass ich geneigt war ein paar Seiten vorzublättern. Darüber hinaus hätte ich mir gewünscht, dass das Thema an sich noch ein wenig mehr angesprochen wird, denn am Ende werden über mehrere Seiten Begriffe wie „Slut-Shaming“ erklärt, dies hätte ich mir noch mehr in der Geschichte an sich gewünscht. Was ich außerdem noch gutgeheißen hätte, wäre, dass die Personen, die Izzy schaden, ihre Strafe bekommen und in dem Land andere Gesetze aufgestellt werden, sodass man schlussfolgernd sein Fazit aus der Geschichte ziehen kann und diese einen klaren Gewinn darstellt. Ich hätte gerne noch mehr aus dem Buch mitgenommen und wäre auch gerne noch mehr von dem Buch mitgenommen worden, in Form von unterschiedlichsten Gefühlen als Leserin.

Fazit:
Das Buch ist humorvoll, auf moderne Art geschrieben und man fiebert mit, wer für das Schlamassel verantwortlich ist. Es ist mehr die Geschichte um einen Sexskandal einer Person, als ein Buch zum Thema Diskriminierung, Schutz und Hilfemaßnahmen, was auf seine eigene Art in Ordnung ist. Ein besonderes Buch in gutem Willen verfasst, besonders auf seine Weise, die keine falsche Weise ist, aber eben eine andere, als ich dachte.


Erschienen bei Droemer HC

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    Autorin / Autor: Sophie Marie - Stand: 29. April 2020