Scheinland
Autorin: Cornelia Franz
ab 14 Jahre
Das von Cornelia Franz verfasste Jugendbuch "Scheinland“ erzählt die Geschichte des Protagonisten Daniel, der studiert und seine Wochenenden auf einem Hof verbringt, dessen rechtsextreme Machenschaften er mit der Zeit aufdeckt und dadurch in Gefahr gerät.
Daniel wohnt in einer Wohngemeinschaft in Wiesbaden. Er kommt per Mail mit Steffen in Kontakt, der ihn auf seinen Hof einlädt. Daniel, der von seinem Studium gelangweilt ist und ein paar familiäre Probleme hat, kommt dieser Einladung nach und besucht Steffen auf seinem Hof.
Auf dem Hof fühlt er sich sofort willkommen und nimmt Steffen für eine Zeit lang sogar zum Vorbild. Monatelang besucht er den Hof immer wieder an den Wochenenden, bis er erfährt, dass Steffens Familie bekennende Nazis sind. Mit einem alten Freund dekodiert Daniel eine Liste mit Plänen der Nazis, die er auf dem Hof abfotografiert hat, nachdem er von der Rechtsradikalität erfahren hat.
Daniel geht zur Polizei und erstattet Anzeige. Als eine Kommissarin bei ihm zu Hause auftaucht und ihn ins Zeugenschutzprogramm aufnimmt, geht Daniel mit. Dass dies kein wahrer Zeugenschutz ist und er von Steffens Gruppe bewacht wird, merkt er erst, als er wochenlang in einem Haus im Wald ausharren muss.
Meine Meinung zum Buch
Das Buch würde ich weiterempfehlen. Es thematisiert viele Themenbereiche in Daniels Leben und zudem die rechtsradikale Szene. An Daniels Geschichte erkennt man, dass man teils erst nach einiger Zeit weiß, mit was für Menschen man es wirklich zu tun hat und wie konträre Ansichten Konfliktpotenzial bieten und zur Bedrohung werden können.
Man lernt in dem Buch zudem etwas über die Einstellung von Nazis, worüber jeder informiert sein sollte. Die Infos sind zwar nicht wie in einem Sachbuch aufgeschlüsselt, man erfährt sie jedoch aus der Handlung heraus. Letztlich würde ich das Buch weiterempfehlen, da es durchaus lehrreich und ansprechend geschrieben ist.
Erschienen bei Carlsen
Autorin / Autor: Anna B - Stand: 27. März 2026