ParaNorman

Autorin: Elizabeth Cody Kimmel

Buchcover ParaNorman

Der Jugendroman zum Film “ParaNorman” von Elizabeth Cody Kimmel handelt von einem außergewöhnlichen Jungen namens Norman und seiner Geschichte, in der er durch ein aufregendes Abenteuer vom verspotteten Außenseiter zum angesehenen Held wird.

Norman Babcock scheint auf den ersten Blick wie ein ganz gewöhnlicher Junge, doch er ist alles andere als “normal”. Er hat von Geburt an eine besondere Gabe: Norman kann mit Toten sprechen - und sie mit ihm! Das kann ab und zu echt nervig sein, denn unter den Toten ist Norman sehr gefragt. Viele haben es nicht mehr rechtzeitig geschafft, alle wichtigen Dinge vor ihrem Tod zu erledigen und Norman ist nun mal ihre einzige Anlaufstelle. Als er zum Beispiel auf der Beerdigung seiner Großmutter war, da fragte ihn tatsächlich ein älterer Geist, ob Norman bei ihm Zuhause ein Buch holen und zurück in die Bibliothek bringen könne, da ihn sein schlechtes Gewissen nicht zur Ruhe kommen lies. Schnell wurden sämtliche Geister des Friedhofs hellhörig und äußerten all ihre Bitten an Norman, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt, und Norman, dem das alles langsam zu viel wurde, schrie wütend auf, um dem Durcheinander ein Ende zu bereiten. Dass dadurch allerdings auch alle Trauergäste auf Norman aufmerksam wurden, hatte Norman nicht bedacht und mal wieder war er der verrückte, durchgeknallte Norman Babcock, der glaubt, er könne mit Geistern reden.

Das war nichts Neues für ihn, denn auch in der Schule machen sich alle permanent über Norman lustig. Blöde Sprüche auf seinem Spind gehören zum gewöhnlichen Schulalltag. Er wurde mittlerweile zum Gespött von ganz Blithe Hollow und auch seine Familie nimmt ihn nicht ernst. Sie schämen sich sogar für ihn.
Aber Norman ist das gewohnt, er kennt es nicht anders. Daher ist er auch so verwundert, als sich plötzlich Neil, ein kleiner dickerer Junge aus seiner Klasse, der -  ebenso wie Norman -  vom starken Alvin und seinen Anhängern geärgert wird, für Norman interessiert und mit ihm befreundet sein möchte.

Norman hingegen hat ganz andere Sorgen: der Geist seines merkwürdigen Großonkels Prenderghast erscheint Norman auf der Herrentoilette, um ihn vor der Armee der Toten zu warnen, die zum 300-jährigen Jubiläum der Stadt Blithe Hollow kommen werden, um sich für den Mord an der angeblichen Hexe von Blithe Hollow zu rächen. Norman ist der einzige, der die Hexe besänftigen kann, und das Schicksal der gesamten Stadt liegt in seiner Händen. Es ist DIE Chance, allen zu beweisen, dass er nicht verrückt ist. Aber das alles ist leichter gesagt als getan und die Zeit läuft ihm davon…

Der Jugendroman erzählt eine spannende und Mut machende Geschichte, welche die für Geschichten typische Wandlung vom Außenseiter zum Held aufgreift. Obwohl das Ganze für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen wird, macht es Spaß, diese Wende Schritt für Schritt mitzuverfolgen, und trotz der vielen Geister und Zombies ist dieses Buch sehr realitätsnah, denn Ausgrenzung, Oberflächlichkeit und Spott sind oft wesentliche Probleme in Schulen. Ich denke, dass diese Handlung deutlich macht, dass man nicht zu voreilig über andere Menschen urteilen sollte und man niemanden ausgrenzen darf, nur weil er anders ist, denn eins ist klar: Normalos werden keine Helden! ;-)

Erschienen bei: Cbt Verlag

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Autorin / Autor: annalena - Stand: 7. August 2012