Nacht ohne Sterne

Autorin: Gesa Schwartz
ab 14 Jahren

Die sechzehnjährige Naya stammt aus zwei Welten und fühlt sich doch zu keiner wirklich zugehörig. Als Tochter einer Elfe und eines menschlichen Mannes ist sie eine Außenseiterin und passt weder so richtig in die magische Welt der Elfen noch in die gewöhnlicher Sterblicher. Dennoch - oder vielleicht gerade deshalb? - wird sie plötzlich in den uralten Krieg zwischen Licht- und Dunkelelfen verwickelt und wird dadurch gezwungen zu hinterfragen, was sie bisher zu wissen glaubte. Wem kann sie also noch vertrauen?

Meine Meinung
Zumindest dem Namen nach dürfte Gesa Schwartz vielen Fantasy-Fans bekannt sein, ich persönlich hatte vor Nacht ohne Sterne allerdings noch keines ihrer Werke gelesen, was ich nun in Zukunft ändern möchte. Mit ihrem neuesten Jugendbuch konnte sie mich nämlich auf Anhieb von ihrem schriftstellerischen Talent überzeugen und mich mit einer fesselnden Geschichte von Anfang bis Ende begeistern - und das, obwohl ich im Allgemeinen eigentlich nicht viel für Elfen übrig habe.

Naya ist eine sehr sympathische und liebenswerte Heldin, deren inneren Konflikt auf Grund ihrer Abstammung ich sehr gut nachempfinden konnte und die sich im Verlauf des Buches sichtlich weiterentwickelt. Sie fühlt sich ausgeschlossen und anders, versucht aber das Beste daraus zu machen und versinkt nicht in Selbstmitleid.

Mit Jaron und Vidar, einem Licht- und einem Dunkelelf, gibt es zwei sehr unterschiedliche Männer in ihrem Leben, die ihre Situation nicht vereinfachen. Statt einer nervigen Dreiecksgeschichte bekommt man jedoch eine wunderbare Liebesgeschichte mit glaubwürdigen Gefühlen und einer gekonnten Auflösung dieser Problematik geboten.

Auch mit New York als Setting und der phantastischen Welt der Elfen konnte die Autorin bei mir punkten. Nachdem die Geschichte anfänglich in der uns bekannten Welt spielte, habe ich es sehr genossen dieses magische Reich zu erkunden, das sehr bildlich beschrieben wurde. Der Krieg zwischen den beiden Völkern war spannend und ließ mich bis zum Ende nicht mehr los.

Positiv hervorzuheben ist in meinen Augen außerdem, dass es sich hierbei um einen Einzelband handelt, sodass Gesa Schwartz die Geschichte um das Halbblut Naya innerhalb des Romans gekonnt zum Abschluss bringt und das lästige Warten somit auf eine Fortsetzung entfällt.

Fazit
Nacht ohne Sterne ist ein toller Fantasyroman für Jugendliche, die Elfen mögen, nichts gegen eine Dreiecksbeziehung haben und bei denen die Liebesgeschichte gern im Mittelpunkt stehen darf. Ich für meinen Teil werde mir nun jedenfalls auch die anderen Werke der Autorin einmal näher anschauen.

Erschienen bei cbt

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    Autorin / Autor: Stephie - Stand: 06. November 2015