Möwenschrei

Autorin: Nina Ohlandt
ab 16 Jahren

In einer kleinen Pension auf Sylt ereignet sich ein schreckliches Unglück: Zwei kleine Jungen werden auf der Fahrt einen Hang hinab aus einem Bollerwagen geschleudert. Einer der Jungen ist sofort tot, der andere ist schwer verletzt. War es ein Unfall, oder hat jemand dem Bollerwagen einen Schubs gegeben? Eine Zeugin glaubt, einen Mann in der Nähe gesehen zu haben. Die Flensburger Polizei ermittelt in dem Fall, und nur wenig später kommt eine weitere Frau zu Tode. Zufall?

Mein Leseeindruck: echtes Kopfkino
"Möwenschrei" ist bereits der zweite Kriminalfall für Hauptkommissar John Benthien, aber man kann das Buch auch problemlos lesen, ohne den ersten Band zu kennen. Mich hat das Buch gleich gepackt; ich konnte in die Geschichte eintauchen und mochte den Krimi schon bald nicht mehr aus der Hand legen. Dadurch, dass die Geschichte überwiegend in einer Pension spielt, gibt es natürlich viele Charaktere, aber die Figuren sind alle so detailreich und gut beschrieben, dass ich keinerlei Schwierigkeiten hatte, sie auseinanderzuhalten. Jeder Charakter wird genau beschrieben, so dass ich von allen Figuren ein gutes Bild vor Augen hatte. Sowieso beschreibt die Autorin die Szenen sehr detailliert, so dass in meinem Kopf ein echtes Kopfkino entstand.

Auch ist es erstaunlich, was auf diesen gut 500 Seiten alles geschieht! Es ist immer etwas los, es tauchen neue Erkenntnisse auf, und ich habe mich auf keiner Seite gelangweilt gefühlt. Die Handlung ist sehr spannend, sehr durchdacht und intelligent. Ich glaube, dieses Buch ist kein Buch, das man zwischendurch lesen sollte. Man muss sich auf diese Geschichte voll einlassen und konzentriert lesen, und das hat mir sehr gut gefallen! Mich hat "Möwenschrei" überzeugt; ich werde auf jeden Fall noch weitere Bücher der Autorin lesen!

Erschienen bei Bastei Lübbe

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Autorin / Autor: adelina - Stand: 10. Juli 2015