Maggie und die Stadt der Diebe

Autoren: Patrick Hertweck,  Maximilian Meinzold
ab 11 Jahren

In dem Roman "Maggie und die Stadt der Diebe" geht es um ein junges Mädchen namens Maggie, das durch die Mitgliedschaft einer Diebesbande im rauen New York des endenden 19. Jahrhunderts mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird und lernen muss, mutig zu sein und für die eigene bessere Zukunft zu kämpfen.

Das Cover des Buches macht einen geheimnisvollen Eindruck: ein Mädchen (!) in altertümlicher Kleidung vor den Silhouetten einer Stadt, zwei Laternen zur rechten und linken und dunkle Schatten vor ihr... Ebenso detailreich wie das Cover ist auch der Inhalt des Buches.
Ausführlich, aber nicht zu langatmig und mit angereichertem Wissen über das historische New York (Manhatten) hat Hertwick versucht, eine interessante und spannende Geschichte für Kinder von 11 bis 13 Jahren zu schreiben. Interessant ja, spannend auch, aber inhaltlich weist es dann doch einige Mängel auf.

Es ist ein typisches „Zwischendurch-Buch“, eine abgeschwächte Version alter Klassiker; stellenweise zu langweilig für Kinder & Jugendliche, erwachseneren Lesern fehlt der Tiefgang.

Irgendwie scheint es eine beliebte Formel zu sein, die Ideen möglichst vieler bekannter Bücher zu kopieren und dann seinen eigenen Salat daraus zu machen. Leider glänzen die Charaktere auch nicht gerade durch ihre Einmaligkeit, es wird wieder einmal eine klare Linie zwischen Gut und Böse gezogen, sodass kaum Raum für Zwischentöne bleibt.

Allgemein bekommt man als Leser das Gefühl, dass der Autor versucht, es allen recht zu machen und dabei an Authentizität verliert. Man merkt, dass es ein Erwachsener ist, der versucht ein kindgerechtes Buch zu schreiben und dabei seine eigentliche Idee und Botschaft aus den Augen verliert. Schade.

Fazit: Der Altersgruppe der 11- bis 13-Jährigen hätte man ruhig etwas mehr zu trauen können!

Erschienen bei Thienemann

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    Autorin / Autor: gossipgirl - Stand: 10. September 2015