Kiss & Crime - Küss mich bei Tiffany

Autorin: Eva Völler

Buchcover

Um endlich einmal ungestört Zeit miteinander verbringen zu können, hatte Emily sich auf einen ruhigen Urlaub mit Pascal gefreut. Dieser muss jedoch plötzlich beruflich nach New York und Emily beschließt kurzerhand ihn dorthin zu begleiten - zusammen mit Oma Gertie, die schon immer davon geträumt hat einmal im Leben nach New York zu reisen.

Der geplante Städtetrip ist allerdings alles andere als gewöhnlich. Erst hat das Paar kaum Zeit füreinander, dann taucht ein merkwürdiger Typ auf, der sich von der Mafia verfolgt fühlt, und schließlich häufen sich auf einmal bedrohliche Vorfälle ...

Meine Meinung
Nach dem tollen Auftakt Zeugenkussprogramm hatte ich mich schon sehr auf die Fortsetzung der Geschichte um Emily und Pascal gefreut und auch wenn "Küss mich bei Tiffany" für mich nicht ganz an den Vorgänger heranreicht, hat sie mich doch zumindest wieder sehr gut unterhalten.

Zu meiner Überraschung setzt der zweite Band allerdings nicht am Ende des ersten Teils an. Stattdessen liegt fast ein Jahr dazwischen, sodass Emily mittlerweile kurz vor ihrem Schulabschluss steht. Das fand ich etwas schade, da ich gern gewusst hätte, was in der Zwischenzeit geschehen ist und wie sich die Beziehung zwischen Emily und Pascal weiterentwickelt hat. Nach meinem Empfinden hat diese nämlich leider an Charme verloren und mir fehlte das Knistern zwischen den beiden, das im ersten Band noch deutlich zu spüren war. Viel zu oft drehte sich alles nur darum, wann und wie die beiden am schnellsten miteinander im Bett landen können. Natürlich gehört auch dieser Aspekt zu einer Beziehung und es ist verständlich, dass sie miteinander intim werden wollen - man sollte nur nicht das Gefühl haben, dass es allein darum geht.

Im Unterschied zu Emily, die sich für ihr Alter manchmal doch recht unreif verhält, was einem zunehmend auf die Nerven geht, ist Oma Gerti ein großer Gewinn für die Geschichte, den man auf keinen Fall missen möchte. Mehr als einmal sorgt sie für einen Lacher und schafft es so die vorhandenen Längen etwas auszugleichen.

Zum Ende hin schafft es Eva Völler dann aber doch noch endlich Spannung aufzubauen, einen mit ungeahnten Wendungen zu überraschen und dadurch an das Geschehen zu fesseln. Ebenso unerwartet ist letztlich dann auch die Auflösung des Ganzen.

Fazit
"Küss mich bei Tiffany" ist zwar nicht ganz so mitreißend wie der Vorgänger, schafft es aber dennoch zu unterhalten und kann mit einem interessanten Setting punkten. Dem dritten Band fiebert man vielleicht nicht mehr so gespannt entgegen wie dem zweiten, lesen wird man ihn irgendwann aber trotzdem.

Erschienen bei One

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Autorin / Autor: stephie - Stand: 12. Oktober 2016