In unserem Universum sind wir unendlich

Autorin: Sarah Sprinz

In ihrem Universum sind sie unendlich. In dieser Welt sind die Tage gezählt.

Ansel macht ein Praktikum im Krankenhaus – eine der vielen Möglichkeiten, die Zeit nach dem Abi zu verbringen. Seine Freunde werden bald ins Ausland reisen. Dann wird er allein sein.
Doch auf der Intensivstation lernt er Emil kennen. Schnell finden sie zueinander und verlieben sich. Doch Emil wird sterben. Er hat einen Gehirntumor. Auf Emils Wunsch begeben sie sich auf ihre letzte gemeinsame Reise.

Meine Meinung
Von Anfang an zog mich „In unserem Universum sind wir unendlich“ mit seinem einzigartigen, leicht sarkastischen Schreibstil in den Bann. Obwohl die Handlung kein Potential zum Actionthriller hat, war es trotzdem schön weiterzulesen. Vor allem, da alle Figuren sehr realistisch sind – mit Leidenschaften, Schwächen und Wünschen. Dadurch habe ich z. B. mit Ansel die Hoffnung gehegt, dass Emil doch überlebt. So wie ich die Erfahrung selbst bei manchen an Krebs leidenden Bekannten gemacht habe. Auch war es schön, so nah zu beobachten, wie sich die Liebe der beiden entwickelt und vor allem Ansel fast zu einem neuen Menschen wird.
Noch tragischer wird es, wenn man bedenkt, dass Emil noch nicht einmal mit dem Studium fertig ist und sich so intensiv mit dem Tod beschäftigen muss. So regen auch einige Gespräche über Leben und Tod zum Nachdenken an.
Dieses tiefsinnige Buch über Leben, Freundschaft, Liebe und Tod ist auf jeden Fall eine wunderschöne Lektüre für zwischendurch oder zum Verschlingen.

Erschienen bei Thienemann

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Autorin / Autor: Anonym - Stand: 21. September 2022