Ich schwöre

Autor: Marc Hudek

Der zwanzigjährige Sportstudent Lenny Baumeister ist Atheist. Er und seine zwei muslimischen Freunde Yussuf und Faris sind gerade dabei, mehr oder weniger gut in das selbstständige Leben zu starten. Religion ist kaum Gesprächsthema bei den drei Freunden gewesen, bis Omar Al-Musa, ein Salafist, Yussuf und Faris die Köpfe verdreht. Auf einmal haben sie nur noch ein Ziel vor Augen. Sie wollen in Syrien für ihren Glauben kämpfen und dort einen Gottesstaat errichten. Lenny merkt, wie ernst es seinen Freunden ist und versucht alles, sie davon abzubringen.

Das schwarz gehaltene, unauffällige, dünne Buch (216 Seiten), ist erstaunlich facettenreich. Während Lenny versucht seine Freunde zu retten, verliebt er sich auch noch in die kecke Rollstuhlfahrerin Anna.
Das einzig Auffällige an dem Cover ist die arabisch ähnelnde Schrift des Titels: „Ich schwöre!“, die hervorragend zum Inhalt des Romans passt.
Über den Autor weiß ich nur, dass Mark Hudek ein Pseudonym ist.

Leser, die sich vorher wenig mit den Glaubenskriegen in Syrien, den Islamisten und Salafisten beschäftigt haben, bekommen durch das Buch die Möglichkeit, ihren Horizont ein Stückchen zu erweitern. Viele Menschen verbinden mit Muslimen oft direkt bärtige Terroristen. Dabei müssen radikale und friedlich gläubige Muslime dringend getrennt voneinander betrachtet und unterschieden werden. Das gelingt dem Autor sehr gut. Gleichzeitig macht er auf die Gefahren einer radikalen religiösen Einstellung aufmerksam. Wie realistisch die Handlung selbst ist, kann ich leider nicht beurteilen.

Das Buch ist sehr gut lesbar, geht in die Tiefe, hat Witz und nach einigen Seiten hat mich das Buch sogar richtig gefesselt.

Erschienen bei tredition

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Autorin / Autor: jessica1 - Stand: 9. August 2018