Ich habe mein Leben für 10.000 Yen verkauft 01

Autor_innen: Miaki Sugaru, Shouichi Taguchi
Übersetzerin: Cordelia Suzuki

Der Manga „Ich habe mein Leben für 10.000 Yen pro Jahr verkauft“ erschien in diesem Jahr in der deutschsprachigen Version bei Egmont Manga und setzt sich aus der Geschichte von Sugaru Miaki und den Illustrationen von Shouichi Taguchi zusammen.

Zusammengefasst ist es die Geschichte eines 20-jährigen Mannes, der, wie es den Anschein hat, wie ein gebrochenes Kind sein Dasein fristet. Die Ambitionen und Pläne seiner Jugend hat er bisher mit wenig Eifer verfolgt, ebenso hat er keinerlei soziale Kontakte, sodass er nun ein trostloses und einsames Leben mit Geldnöten führt. Doch zumindest für seine Geldprobleme scheint sich nun eine Lösung aufzutun. Er erfährt von einem Laden, bei dem man Lebenszeit gegen Geld eintauschen kann. So kommt es dazu, dass er seine restliche Lebenszeit bis auf drei Monate für insgesamt 300.000 Yen (umgerechnet: ~2.500€) verkauft. Für diese drei Monate wird ihm nun allerdings eine sog. Wächterin zur Seite gestellt, die ihn bis kurz vor seinem Tod begleiten und beobachten soll.

Wenn wir unseren Blick auf den Einband des Mangas werfen, so sehen wir eine von uns abgewandte junge Frau, die mit einem abwesenden Blick in die Ferne sieht. Über der Szene liegt ein silber-grauer Schleier, der dem Ganzen eine fast schon mystische Wirkung verleiht. Zu den Illustrationen in der Geschichte lässt sich sagen, dass der Zeichenstil recht einfach und wenig detailliert auftritt. Die Illustrationen wirken etwas trist, geradezu traurig auf mich, was aber wiederum sehr gut zu dem eher tristen Dasein und melancholischen Gedanken des Protagonisten passt.

Die Geschichte lässt uns in ein trauriges Leben blicken, das von einer gescheiterten Zukunft und Einsamkeit erzählt. Dennoch ist es geradezu fesselnd, diesem Leben, oder zumindest den letzten drei verbliebenden Monaten dieses Lebens, beizuwohnen. Die Sprache ist einfach gehalten und leicht zu verstehen. Japanisches, was in Deutschland bzw. Europa möglicherweise unbekannt ist, wird im Manga erläutert.
Eine Geschichte, die ideal für Manga-Fans ist, die eine Schwäche für Melancholie und gebrochene Protagonisten haben.
Ich freue mich schon auf den zweiten Teil!


Erschienen bei Egmont

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Autorin / Autor: Berry - Stand: 09. November 2020